Wiener Bronzen im 16. Bezirk, 1160 Wien
Wiener Bronzen aus Ottakring: Wirtshaus, Brauerei, Wilhelminenberg
Neulerchenfeld trug den Beinamen „des Heiligen Römischen Reiches größtes Wirtshaus“; Zündholzhalter und Rauchgarnituren aus Ottakringer Gaststuben sind ein häufiger Fund.
Kleine Gründerzeitwohnungen um Brunnenmarkt und Thaliastraße, Sandleiten, wo ein einziger Gemeindebau rund 1.500 Wohnungen umfasst, und Einfamilienhäuser am Wilhelminenberg bilden den Bestand. Ältere Bewohner leben oft seit Jahrzehnten in derselben Gemeindewohnung, im Liebhartstal halten sich alte Winzerhäuser mit Kellern. In diesen Haushalten erscheinen Wiener Bronzen meist als Gebrauchsgegenstände: Zündholzhalter am Herd, Tischglocken, Aschenschalen mit Hund oder Vogel, gelegentlich eine Figurenlampe aus der Zwischenkriegszeit.
Für Ottakring ist keine Bronzewerkstatt belegt; den Zusammenhang stiftet die Wirtshauskultur. Wer im 18. Jahrhundert billig trinken wollte, ging hinaus nach Neulerchenfeld, denn jenseits des Linienwalls entfiel die städtische Verzehrsteuer. Die Ottakringer Brauerei und die Heurigen am Rand des Wienerwalds setzten diese Tradition fort, in der Rauch- und Zündholzgarnituren zum Inventar gehörten. Am Wilhelminenberg baute sich Erzherzog Rainer zwischen 1903 und 1908 sein Schloss; Villen in der Umgebung enthalten anspruchsvollere Stücke.
Wirtshaus- und Brauereibestände enthalten oft Bronzen, die durch Rauch und Reinigung gelitten haben; bitte nicht polieren, denn Kaltbemalung und Patina lassen sich nicht wiederherstellen. Am Wilhelminenberg ist die Zufahrt meist einfach, im Brunnenviertel planen wir Halten und Tragen wegen des Marktbetriebs. Fotos von Signatur, Marken und Schäden genügen für eine erste Einschätzung per WhatsApp.
Was in Ottakring häufig auftaucht
- Zündholzhalter und Rauchgarnituren – Gaststuben in Neulerchenfeld und Heurigen im Liebhartstal
- Aschenschalen mit Tierfiguren – Gemeindebauwohnungen in Sandleiten
- Figurenlampen der Zwischenkriegszeit – Einfamilienhäuser am Wilhelminenberg
Objektgruppen
- Kaltbemalte Vogelfiguren
- Hunde- und Katzenfiguren
- Wildtiere und Jagdtiere
- Insekten und Käfer
- Orientalische Bronzefiguren
- Teppichhändler und Basarszenen
- Westernfiguren
- Miniaturbronzen
- Humoristische Tierfiguren
- Erotische Klappfiguren
- Tintenzeuge und Schreibtischbronzen
- Zündholzhalter und Aschenschalen
- Tischglocken in Figurenform
- Wiener Bronzelampen
- Ablageschalen mit Figuren
- Pferde- und Reiterbronzen
- Tänzerinnen und Damenfiguren
- Figuren mit Bein- und Elfenbeinteilen
- Jugendstil-Bronzen
- Feuervergoldete Empire-Bronzen
- Verkleinerte Denkmalbronzen
- Stilisierte Messingfiguren
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 16. Bezirk.
Künstler
22
- Franz Bergman1861–1936
- Carl Kauba1865–1922
- Peter Tereszczuk1875–1963
- Gustav Gurschner1873–1970
- Bruno Zach1891–1945
- Josef Lorenzl1892–1950
- Ferdinand Preiss1882–1943
- Demétre Chiparus1886–1947
- Carl Hagenauer1872–1928
- Karl Hagenauer1898–1956
- Franz Hagenauer1906–1986
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Franz Barwig1868–1931
- Stefan Dakon1904–1997
- Johann Baptist Hagenauer1732–1810
- Franz Anton Zauner1746–1822
- Anton Dominik Fernkorn1813–1878
- Viktor Tilgner1844–1896
- Caspar von Zumbusch1830–1915
- Edmund Hellmer1850–1935
- Arthur Strasser1854–1927
- Josef Müllner1879–1968
Manufakturen & Marken
6
- Werkstätte Franz Bergmanzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 1930er-Jahre
- Werkstatt Carl Kaubaum 1890 bis 1920er-Jahre
- Wiener Bronzewaren-Herstellerum 1860 bis 1930er-Jahre
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
Epochen & Stile
10
- Empireum 1804–1830
- Wiener Empireum 1804–1820
- Biedermeier1815–1848
- Historismusum 1840–1914
- Naturalismusum 1870–1900
- Orientalismusum 1830–1914
- Japonismusum 1860–1920
- Jugendstilum 1895–1914
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Art découm 1920–1940
Materialien, Techniken & Punzen
10
Fragen zu Wiener Bronzen
Kaufen Sie auch beschädigte Wiener Bronzen?
Ja, sofern Motiv und Ausführung stimmen. Abgebrochene Teile sollten aufbewahrt werden, da sie fachgerecht wieder befestigt werden können. Fehlende Teile mindern je nach Motiv unterschiedlich stark.
Ich habe eine ganze Vitrine voller kleiner Tiere – lohnt sich eine Besichtigung?
Ja. Sammlungen enthalten oft seltene Miniaturen und Gruppen, die einzeln kaum auffallen. Bei der Besichtigung wird jedes Stück geprüft, das Angebot kann die Sammlung oder einzelne Figuren umfassen.
Sind Figuren mit Elfenbeingesicht verkäuflich?
Nur, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise für Elfenbein vorliegen. Häufig bestehen solche Teile aus Bein oder Kunststoff, was bei der Besichtigung geklärt wird.
Woran erkenne ich eine echte Wiener Bronze?
An Gewicht, scharfer Ziselierung, mehrschichtiger Kaltbemalung und an der Unterseite mit Gewinden, Muttern und eingeschlagenen Marken. Nachgüsse sind leichter, glatter lackiert und weicher in den Details. Ein Foto der Unterseite hilft bei der Einschätzung.
Wiener Bronzen in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Ottakring
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
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- Schreibgeräte, Feuerzeuge & Raucherbedarf
- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
- Klassische Fahrzeuge
- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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