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Volkskunst & Krippen

Volkstümliche Hinterglasbilder

Auf die Rückseite einer Glasscheibe gemalte Andachts- und Heiligenbilder aus Sandl, Buchers, Augsburg, Oberammergau und Murnau.

Hinterglasbilder wurden auf die Rückseite einer Scheibe gemalt und von vorn durch das Glas betrachtet. Im 18. Jahrhundert entstanden in Augsburg fein gemalte Bilder für ein bürgerliches Publikum, ab dem späten 18. Jahrhundert wurden die Glashüttenorte Sandl im Mühlviertel und Buchers in Südböhmen zu Zentren einer Massenproduktion für Bauernstuben. Weitere Werkstätten arbeiteten in Oberammergau, Murnau und Raimundsreut. Dargestellt sind Heilige, Gnadenbilder, Passionsszenen und Schutzpatrone für Haus und Stall. Gabriele Münter erlernte die Technik um 1908 in Murnau, und die Maler des Blauen Reiter sammelten solche Bilder.

Den Wert bestimmen Werkstatt, Alter, Motiv, Malqualität und Erhaltung. Abblätternde Farbe auf der Rückseite, Sprünge im Glas und ersetzte Scheiben mindern den Wert; originale Rahmen aus schwarz gebeiztem oder bemaltem Holz sind ein Plus. Sandler Bilder sind kräftig und flächig, Augsburger Arbeiten mit Spiegel- oder Goldgrund deutlich feiner. Im 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kopien und Hinterglasdrucke, die sich von hinten betrachtet erkennen lassen.

Woran man es erkennt

  • Sandler Hinterglasbilder
  • Bilder aus Buchers
  • Augsburger Hinterglas des 18. Jahrhunderts
  • Murnauer und Oberammergauer Arbeiten
  • Gnadenbilder und Schutzpatrone
  • Originale Holzrahmen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.