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Volkskunst & Krippen im 18. Bezirk, 1180 Wien

Weinbauernhäuser und Gelehrtensammlungen: Volkskunst aus Währing

Biedermeierliche Weinbauernhäuser in Gersthof und Pötzleinsdorf, alte Sommerfrischen und Sammlungen aus Cottage-Villen: Volkskunst mit Währinger Geschichte.

Die Dörfer Währing, Weinhaus, Gersthof und Pötzleinsdorf lebten bis zur Eingemeindung 1892 vom Weinbau; in den erhaltenen biedermeierlichen Weinbauernhäusern finden sich Truhen, Kästen, Weinbaugerät und Herrgottswinkel. Familien, die sich hier im Sommer erholten, hinterließen Hinterglasbilder, Fatschenkinder und Spanschachteln. Im Cottageviertel sammelten Gelehrte und Ärzte mitunter Volkskunst aus den Kronländern – Keramik, Stickereien, Holzschnitzereien –, die heute bei Verlassenschaften in Vitrinen und auf Dachböden auftaucht.

Für die Wohnkultur des Biedermeier ist das Geymüllerschlössel in Pötzleinsdorf, heute vom MAK betreut, die Referenz im Bezirk. An die Belagerung von 1683 erinnert der Name Türkenschanze, deren Park 1888 eröffnet wurde. Der Schubertpark war einst der Ortsfriedhof, auf dem die ersten Grabdenkmäler Beethovens und Schuberts erhalten sind. In der Schrottenbachgasse liegt der um 1784 angelegte jüdische Friedhof, einer der ältesten erhaltenen der Stadt.

Sammlungen aus Cottage-Villen kommen oft mit Notizen zu Herkunft und Erwerb; halten Sie diese für unseren kostenlosen Termin griffbereit. Wurden Villa oder Sammlung nach 1938 entzogen und später rückgestellt, prüfen wir die Provenienz. Truhen und Weinbaugerät aus Gersthofer Höfen bewerten wir nach Originalfassung, Beschlägen und Alter. Hinterglasbilder aus Pötzleinsdorfer Sommerhäusern lassen wir im Originalrahmen, weil der Rahmen zur Datierung beiträgt.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Truhen, Herrgottswinkel und Weinbaugerät – biedermeierliche Weinbauernhäuser in Gersthof und Pötzleinsdorf
  • Hinterglasbilder und Fatschenkinder – Sommerfrischen wohlhabender Familien
  • Keramik und Stickereien aus den Kronländern – Gelehrtensammlungen im Cottageviertel

Mit Bezug zu Währing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 18. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Holen Sie große Möbel vom Dachboden?

Ja, die Abholung von Kästen, Truhen und Betten übernehmen wir auf Wunsch. Soll danach der ganze Dachboden geräumt werden, übernimmt das auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Woran erkenne ich, dass ein Bauernkasten original bemalt ist?

An der Abnutzung: Originale Malerei ist an Griffstellen, Kanten und Schlössern abgerieben und im Inneren oft frischer. Neubemalungen wirken gleichmäßig und überdecken Wurmlöcher. Fotos von Front, Seiten, Innenseite und Rückwand zeigen das meist deutlich.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.