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Volkskunst & Krippen im 11. Bezirk, 1110 Wien

Sterbebilder, Votive und Bauernhausrat aus Simmering

Rund um den Zentralfriedhof wurzelt eine eigene Andachts- und Totenkultur; Gärtnerhöfe auf der Simmeringer Haide und Dorfkerne in Kaiserebersdorf liefern bäuerliches Gerät.

Simmeringer Familien sind oft seit Generationen mit Gärtnerei, Bahn oder Industrie verbunden, und ihr Hausrat spiegelt das: Auf der Simmeringer Haide stehen Gärtnerhöfe mit Schuppen voller Werkzeug, Truhen und Emailgeschirr. Die Dorfkerne von Altsimmering und Kaiserebersdorf bewahren in ihren niedrigen Häusern bemalte Kästen, Spanschachteln und Andachtsbilder. In Wohnungen entlang der Hauptstraße liegen Sterbebilder, Trauerandenken und Rosenkränze in Schubladen, oft zusammen mit Krippenfiguren für die Weihnachtszeit.

Der 1874 eröffnete Zentralfriedhof bestimmt das Bild ganzer Straßenzüge; an der Simmeringer Hauptstraße arbeiten Steinmetze und Friedhofsgärtner, deren Handwerk mit dem Friedhof gewachsen ist. Wie Wien seine Toten ehrte, zeigt das Bestattungsmuseum beim Friedhof – Sterbebilder, Trauerschmuck und Votivgaben gehören dazu. Schloss Neugebäude, das Renaissanceschloss Maximilians II., und die Kuppelkirche Max Hegeles mit Mosaiken und Glasfenstern sind die bekanntesten Bauten des Bezirks.

Sterbebilder und Andachtsbildchen haben einzeln meist geringen Wert, als geschlossene Sammlung mit Daten und Namen sind sie für Sammler interessant; bitte nicht aussortieren. Grabschmuck und Votivgaben müssen aus Privatbesitz stammen; von bestehenden Grabstellen nehmen wir nichts an. Gärtnerhöfe auf der Haide besichtigen wir kostenlos samt Schuppen und Dachboden; Truhen prüfen wir dort auf Feuchtigkeit und Holzwurm.

Was in Simmering häufig auftaucht

  • Sterbebilder, Andachtsbildchen und Trauerandenken – Bestattungs- und Friedhofskultur rund um den Zentralfriedhof
  • Truhen und bemalte Kästen – Dorfhäuser in Altsimmering und Kaiserebersdorf
  • Bäuerlicher Hausrat und Emailgeschirr – Gärtnereien der Simmeringer Haide

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 11. Bezirk.

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

24

Fragen zu Volkskunst & Krippen

Kaufen Sie unvollständige Krippen?

Ja. Einzelne Figuren, Figurengruppen, leere Kastenkrippen und Zubehör wie Ställe, Hintergründe oder Tiere werden einzeln bewertet. Oft lassen sich Figuren mehrerer Jahrzehnte nach Herkunft trennen, was ihren Wert erst sichtbar macht.

Hat ein Hinterglasbild aus der Sommerfrische Wert?

Das hängt von der Technik ab. Gemalte Bilder aus Sandl, Buchers oder Augsburg sind gesucht, Hinterglasdrucke des 20. Jahrhunderts deutlich weniger. Ein Foto der Rückseite verrät den Unterschied.

Was ist mit Votivtafeln aus einer aufgelassenen Kapelle?

Votivtafeln gehören in der Regel der Kirche oder dem Eigentümer der Kapelle. Wir übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Besitz belegt ist, etwa bei einer Hauskapelle in Familienbesitz. Bitte klären Sie das vorab mit der Pfarre.

Lohnt die Bewertung einzelner Model oder Spanschachteln?

Ja. Lebzeltmodel mit fein geschnittenen Motiven und bemalte Brautschachteln haben eigene Sammler. Größere Sätze bewerten wir gemeinsam.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.