Material: Metall & Bronze
Zinn
Weiches, graues Metall für Kannen, Teller und Zunftgerät, gekennzeichnet mit Stadt-, Meister- und Qualitätsmarken.
Zinn ist ein weiches, silbergraues Metall mit niedrigem Schmelzpunkt, das sich leicht gießen lässt. Zinngießer fertigten seit dem Mittelalter Teller, Schüsseln, Kannen, Becher und Leuchter, meist aus einer Legierung von Zinn mit wenig Blei. Zunftkannen, Willkommpokale und Schraubflaschen gehören zu den repräsentativen Stücken. Im Jugendstil erlebte Zinn eine neue Blüte mit Kayserzinn, Orivit, WMF, Osiris und der Tudric-Linie von Liberty & Co. Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche Nachgüsse älterer Formen.
Zinn ist weich, mit dem Fingernagel ritzbar und biegt sich unter Druck. Beim Biegen einer Zinnstange entsteht ein knisterndes Geräusch, das Zinngeschrei. Hoher Bleianteil macht das Metall dunkler und schwerer; bleireiches Zinn färbt auf Papier grau ab. Marken sitzen am Boden, am Henkel oder im Deckel: Stadtmarke, Meistermarke mit Initialen und oft einer Jahreszahl, die meist das Jahr der Meisterwerdung nennt, nicht das der Herstellung, und Qualitätsmarken wie Engel oder Rose.
Datierbares Zunftzinn und Arbeiten bekannter Meister des 17. und 18. Jahrhunderts sind gesucht, ebenso Jugendstilzinn von Kayserzinn und Osiris. Historistische Nachgüsse und Zinnteller der Nachkriegszeit sind häufig und wenig gefragt. Polierte Oberflächen verlieren ihre graue Patina und damit an Reiz. Zinnpest, ein Zerfall bei großer Kälte, ist bei Sammlungsstücken selten, aber bekannt.
So prüfen Sie es
- weiches, graues Metall
- Zinngeschrei beim Biegen
- Stadt-, Meister- und Qualitätsmarken
- grauer Abrieb auf Papier bei Bleizinn
- Jahreszahl der Meistermarke meist Jahr der Meisterwerdung
Zinn verkaufen: in allen 23 Bezirken
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