Manufaktur: Mode & Lederwaren
Schwestern Flöge
Wien, 1904–1938
Modesalon von Emilie, Helene und Pauline Flöge an der Mariahilfer Straße, eingerichtet von der Wiener Werkstätte.
Der Salon öffnete 1904 im Haus Casa Piccola, Mariahilfer Straße 1b, geführt von Emilie, Helene und Pauline Flöge. Empfangsraum, Anproberäume und Ateliers entwarfen Josef Hoffmann und Koloman Moser, ausgeführt von der Wiener Werkstätte. Emilie Flöge leitete die künstlerische Seite des Hauses.
Neben Pariser Modellen und eigener Couture bot der Salon Reformkleider an, die ohne Korsett getragen wurden; für die Kollektionen reiste Emilie Flöge regelmäßig nach Paris und London. Die Kundinnen kamen aus dem großbürgerlichen, vielfach jüdischen Wien. Nach dem „Anschluss“ 1938 verlor der Salon seine Kundschaft und wurde geschlossen.
Kleidungsstücke aus dem Salon sind äußerst selten erhalten; Belege sind eingenähte Etiketten, Fotografien und Rechnungen. Stoffe der Wiener Werkstätte, die der Salon verarbeitete, tauchen auch als Meterware oder in Musterbüchern auf. Möbel und Einrichtungsteile des Salons sind fotografisch dokumentiert und nur mit lückenloser Herkunft zuzuordnen.
Entwerfer & Personen
- Emilie Flöge
- Helene Flöge
- Pauline Flöge
- Josef Hoffmann
- Koloman Moser
- Gustav Klimt
Schwestern Flöge verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Mode & Lederwaren
- Bottega Venetaseit 1966
- Burberryseit 1856
- Célineseit 1945
- Fendi Romaseit 1925
- Goyardseit 1853 (Ursprung 1792)
- Gucciseit 1921
- Hermèsseit 1837
- Knizeseit 1858
- Louis Vuittonseit 1854
- P. & C. Habiggegründet 1862
- Pradaseit 1913
- R. Horn'szeitgenössisch
- Yves Saint Laurentseit 1961
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