Steinzeugkrüge
Salzglasierte Krüge aus dem Westerwald, aus Raeren, Siegburg und Frechen, vom 16. Jahrhundert bis zu Entwürfen des Jugendstils.
Steinzeug wird so hoch gebrannt, dass der Scherben dicht und wasserundurchlässig wird. Im Rheinland entstanden seit dem 16. Jahrhundert Krüge mit Reliefauflagen in Siegburg, Raeren und Frechen, wo der bauchige Bartmannkrug mit bärtiger Maske berühmt wurde. Im Westerwald entwickelte sich graues, salzglasiertes Steinzeug mit Kobaltblau und Manganviolett, das bis heute gefertigt wird. Um 1900 entwarfen Richard Riemerschmid und Henry van de Velde Krüge und Gefäße für Westerwälder Firmen. Zinndeckel mit Daumenrast und Gravuren ergänzten viele Krüge.
Steinzeugkrüge des 16. und 17. Jahrhunderts sind selten und gesucht, Historismusnachbildungen und Fabrikware des 20. Jahrhunderts häufiger. Bewertet werden Alter, Herkunft, Dekor, Zinnmontierung und Zustand. Datierte Krüge und Stücke mit originalem Zinndeckel stehen höher. Chips, Risse und fehlende Deckel mindern. Jugendstilkrüge nach Riemerschmid tragen eingeprägte Modellnummern und Firmenmarken. Viele Nachahmungen alter Krüge entstanden im späten 19. Jahrhundert, erkennbar an gleichmäßiger Form und Glasur. Die Unterseite verrät oft Herstellungsweise und Alter.
Woran man es erkennt
- Salzglasur
- Bartmannkrug aus Frechen
- Kobaltblau aus dem Westerwald
- Entwürfe von Riemerschmid
Hersteller
Steinzeugkrüge verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular