Die Habaner waren Täufer, die im 16. Jahrhundert als Glaubensflüchtlinge nach Südmähren und in die Westslowakei kamen und dort Gemeinschaftshöfe gründeten. Ihre Töpfer fertigten Fayencen mit weißer Zinnglasur und Malerei in Blau, Gelb, Grün und Manganviolett: Birnkrüge, Walzenkrüge, Teller, Schüsseln und Apothekengefäße mit Blumen, Ranken, Tieren und Zunftzeichen. Viele Stücke tragen Jahreszahlen, Initialen oder Inschriften. Nach der Zwangsbekehrung der Habaner im 18. Jahrhundert setzten slowakische Werkstätten die Tradition bis ins 19. Jahrhundert fort.
Datierte Habaner Fayencen des 16. bis 18. Jahrhunderts sind selten und bei Sammlern volkstümlicher Keramik gesucht. Bewertet werden Alter, Form, Malerei, Datierung und Zustand. Kleine Glasurabplatzungen an Rand und Fuß sind bei Stücken dieses Alters üblich und werden akzeptiert, größere Ergänzungen mindern. Nachahmungen mit vordatierten Jahreszahlen sind häufig, auch slowakische Volksfayencen des 19. Jahrhunderts werden mit älterer Habaner Ware verwechselt. Originale Zinndeckel an Krügen erhöhen den Wert. Eine Prüfung von Scherben und Glasur klärt das Alter.
Woran man es erkennt
- Täuferische Werkstätten
- Jahreszahlen und Initialen
- Birn- und Walzenkrüge
- Vordatierte Nachahmungen
Hersteller
Habaner Krüge und Teller verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular