Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Material: Keramik & Porzellan

Steingut

Feine, weiße Irdenware mit transparenter Glasur, seit den 1760er-Jahren in England als Creamware entwickelt und im 19. Jahrhundert Massengeschirr.

Steingut besteht aus hellbrennendem Ton, Kaolin, Quarz und Feldspat und wird bei etwa 1000 bis 1200 Grad gebrannt. Der Scherben bleibt porös, ist weiß oder cremefarben und wird mit einer transparenten Glasur überzogen. Wedgwood vervollkommnete in den 1760er-Jahren das cremefarbene Steingut, das als Queen's Ware bekannt wurde. Im 19. Jahrhundert produzierten Fabriken wie Villeroy & Boch Geschirr, Waschgarnituren und Fliesen in großen Mengen, oft mit gedruckten Umdruckdekoren.

Steingut ist nicht durchscheinend und klingt beim Anschlagen dumpfer als Porzellan. An Abplatzungen zeigt sich ein weißer bis cremefarbener, poröser Scherben, der Flüssigkeit aufsaugt. Typisch ist ein feines Netz aus Haarrissen in der Glasur, das sich mit der Zeit dunkel verfärbt. Umdruckdekore zeigen unter der Lupe feine Linien und Punkte. Marken sind gedruckt oder eingeprägt und nennen oft Fabrik und Ort.

Gewöhnliches Steingutgeschirr hat geringen Wert. Gesucht sind frühe englische Creamware, Jugendstilservice, Keramik aus dem Umfeld der Wiener Werkstätte und bemalte Einzelstücke. Durch Feuchtigkeit verfärbte Haarrisse und Abplatzungen mindern den Wert; Verfärbungen lassen sich nur begrenzt bleichen. Fliesen und Waschgarnituren des Jugendstils finden ebenfalls Interesse, wenn sie vollständig und ohne Sprünge erhalten sind.

So prüfen Sie es

  • nicht durchscheinend
  • poröser, saugender Scherben an Abplatzungen
  • dunkle Haarrisse in der Glasur
  • Umdruckdekor
  • dumpfer Klang

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.