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Keramik, Majolika & Fayence im 21. Bezirk, 1210 Wien

Keramik aus Floridsdorf: Kellergasse, Winzerhaus und Siedlung

In Stammersdorf und Strebersdorf stehen Winzerhäuser mit gewölbten Kellern und Presshäusern. Dort und in den Marchfelddörfern lagern Krüge und Hafnergeschirr.

Bis ins 20. Jahrhundert lebten Großjedlersdorf, Leopoldau und Stammersdorf von Ackerbau und Wein. In ihren Häusern sind Weinkrüge, Weitlinge und Milchtöpfe aus Irdenware zu erwarten, dazu Steinzeugtöpfe für Vorräte. Gartenkeramik und Geschirr finden sich in den Kleingartenhäusern an Alter Donau und Bisamberg, die heute oft das ganze Jahr bewohnt werden. Aus Karl-Seitz-Hof und Schlingerhof kommen Vasen, Schalen und Wandteller, die Mieter seit den 1920er-Jahren anschafften.

Die Presshäuser der Stammersdorfer Kellergasse gehören zu den älteren Bauschichten des Bezirks, älter als die Industrie, die mit der Nordbahn ab 1837 kam. Wo Keller über Generationen in Gebrauch blieben, sind auch Krüge und Schüsseln oft erhalten. Den Karl-Seitz-Hof entwarf Hubert Gessner, den Schlingerhof das Team Hans Glaser und Karl Scheffel. Im Mautner-Schlössl ist das Bezirksmuseum untergebracht; Weinbau und Heurigen am Bisamberg und in Strebersdorf bestehen bis heute.

Gewölbte Keller sind feucht; Irdenware nimmt Feuchtigkeit auf und sollte vor dem Transport langsam trocknen. Lassen Sie Krüge deshalb bitte an Ort und Stelle, bis wir sie ansehen. Die Besichtigung ist kostenlos, Fotos vorab genügen. Haus, Presshaus und Garten kann danach unsere Schwesterseite räumen; Keramik mit Sammlerwert kaufen wir vorher an und zahlen bar oder per Überweisung.

Was in Floridsdorf häufig auftaucht

  • Weinkrüge, Weitlinge und Milchtöpfe aus Irdenware – Winzer- und Bauernhäuser in Stammersdorf, Strebersdorf und Leopoldau
  • Steinzeugtöpfe für Vorräte – Keller und Presshäuser der Kellergasse
  • Gartenkeramik und Geschirr – Kleingärten an der Alten Donau und am Bisamberg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 21. Bezirk.

Künstler

35

Manufakturen & Marken

30

Epochen & Stile

31

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Keramik, Majolika & Fayence

Woran erkenne ich eine echte Picasso-Keramik?

Die Editionskeramiken der Werkstatt Madoura in Vallauris tragen Stempel wie „Madoura Plein Feu“, „Edition Picasso“ oder „Empreinte originale de Picasso“, oft mit Auflagennummer. Das Werkverzeichnis von Alain Ramié dient zum Vergleich von Modell und Auflage.

Kaufen Sie ganze Kachelöfen?

Ja, bei interessanten Öfen aus Historismus, Biedermeier oder Jugendstil und bei einzelnen alten Kacheln. Der Abbau verlangt Erfahrung, da die Kacheln einzeln gelöst und nummeriert werden müssen. Fest eingebaute Öfen in denkmalgeschützten Häusern brauchen eine Bewilligung.

Was sind Mettlacher Krüge?

Bierkrüge der Firma Villeroy & Boch aus Mettlach im Saarland, meist mit Zinndeckel und Reliefdekor oder farbig eingelegtem Dekor. Am Boden tragen sie den eingeprägten Turm der Alten Abtei, Modellnummern und oft eine zweistellige Jahreszahl.

Was ist der Unterschied zwischen Majolika und Fayence?

Beide sind Irdenware mit deckender, weißer Zinnglasur und Bemalung. Der Name Fayence leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab, Majolika von der Insel Mallorca, über die spanische Ware nach Italien kam. Im 19. Jahrhundert bezeichnete man auch farbig glasierte Reliefkeramik des Historismus als Majolika.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.