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Tribal Art & außereuropäische Kunst im 12. Bezirk, 1120 Wien

Außereuropäische Kunst aus Meidling: Textilien, Masken, Erbstücke

Haushalte mit Schneidertradition rund um die Modeschule Hetzendorf, Gemeindebauten und Gartensiedlungen: Meidling bringt Textilien aus Afrika und Südamerika und viele Reiseandenken.

In Meidlinger Haushalten, in denen genäht und geschneidert wurde, finden sich neben Stoffresten und Schnittmustern mitunter Textilien aus anderen Kontinenten: Kente-Streifen aus Ghana, Bogolan aus Mali, gewebte Bänder und Ponchos aus den Anden, Molas aus Panama. Im Fuchsenfeldhof, im Bebelhof und Am Schöpfwerk stehen Holzmasken und Figuren aus Urlauben der 1970er- und 1980er-Jahre, in den Siedlungshäusern Altmannsdorfs und Hetzendorfs ältere Mitbringsel auf Dachböden und in Nebengebäuden.

Im barocken Schloss Hetzendorf, einst Sommersitz im Umkreis des Hofes, lernt man heute an der Modeschule, Stoff nach Technik und Material zu beurteilen. Bei Textilien aus Afrika und Amerika verraten genau diese beiden die Herkunft: Kente entsteht auf schmalen Webstühlen in Streifen, Bogolan wird mit vergorenem Schlamm gefärbt, Kuba-Plüsch aus Raffiafasern als Schnittflor gestickt, Molas in mehreren Stofflagen ausgeschnitten und vernäht. Zum Vergleich lohnt der Weg ins Weltmuseum am Heldenplatz.

Stoffe aus einer Erbschaft werden weder gewaschen noch gebügelt; locker aufgerollt überstehen sie die Zeit bis zum Termin am besten. Fotografieren Sie Vorder- und Rückseite, denn die Rückseite zeigt Webtechnik und Nähte. Die Besichtigung ist kostenlos, in den Gartensiedlungen sehen wir Nebengebäude und Dachböden mit an. Masken und Figuren aus den 1970er-Jahren bewerten wir ehrlich, ältere Stücke mit Gebrauchsspuren einzeln.

Was in Meidling häufig auftaucht

  • Kente, Bogolan und Kuba-Plüsch – Textilien in Haushalten mit Schneider- und Modetradition
  • Andentextilien und Molas – Reisemitbringsel aus Südamerika und Panama
  • Holzmasken und Figuren – Urlaubsandenken in Gemeindebauten wie Fuchsenfeldhof und Am Schöpfwerk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 12. Bezirk.

Künstler

4

Epochen & Stile

3

Materialien, Techniken & Punzen

7

Fragen zu Tribal Art & außereuropäische Kunst

Was ist Touristenkunst und hat sie Wert?

So nennt der Handel Stücke, die seit etwa 1950 für Reisende und den Export gefertigt wurden. Die meisten haben geringen Sammlerwert; signierte Makonde-Skulpturen, Tingatinga-Bilder und frühe Andenken der Kolonialzeit finden aber Käufer.

Kaufen Sie Objekte mit Federn, Fell oder Elfenbein?

Nur mit den Nachweisen, die das Artenschutzrecht verlangt. Elfenbein unterliegt seit 2022 besonders strengen EU-Regeln. Wir prüfen Material und Rechtslage bei der Besichtigung.

Wir haben die Sammlung eines Missionars geerbt – wie gehen wir vor?

Lassen Sie die Sammlung beisammen und suchen Sie Briefe, Listen, Fotos und Tagebücher zusammen. Solche Unterlagen belegen Herkunft und Zeit und steigern das Interesse erheblich. Wir bewerten den Bestand vor Ort als Ganzes.

Kaufen Sie präkolumbische Keramik?

Nur wenn belegt ist, dass die Stücke vor 1970 rechtmäßig aus ihrem Ursprungsland ausgeführt wurden. Fälschungen sind in diesem Gebiet sehr häufig; Thermolumineszenz-Gutachten älterer Sammlungen helfen bei der Einschätzung.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.