Opalisierendes Art-déco-Glas
Gepresste und geblasene Gläser von René Lalique und seinen Nachahmern mit milchig schimmernder Oberfläche.
René Lalique, zunächst Juwelier, wandte sich ab etwa 1908 dem Glas zu und wurde zum wichtigsten Glasgestalter des Art déco. Seine Vasen, Schalen, Figuren, Kühlerfiguren und Leuchten bestehen aus gepresstem oder in Formen geblasenem Glas, oft opalisierend mit milchig blauem Schimmer, matt satiniert oder farbig. Typische Motive sind Frauenakte, Fische, Vögel, Blätter und geometrische Muster. Auch andere Hütten wie Sabino, Etling oder böhmische Firmen fertigten opalisierendes Glas im Stil Laliques, ebenso Jobling in England.
Ausschlaggebend sind Hersteller, Modell, Alter, Farbe und Zustand. Stücke aus der Zeit vor 1945 mit der Signatur „R. Lalique“ stehen höher als spätere Ausführungen mit „Lalique France“, die nach dem Tod René Laliques verwendet wurde. Seltene Farben und große Formate sind besonders gesucht. Chips, ausgeschliffene Ränder und Sprünge mindern. Gefälschte Lalique-Signaturen auf Gläsern anderer Hersteller kommen vor. Modellnummern und Vergleiche mit dem Werkverzeichnis von Félix Marcilhac helfen bei der Zuordnung.
Woran man es erkennt
- Signatur „R. Lalique“
- Opalisierender Schimmer
- Kühlerfiguren
- Nachahmungen anderer Hütten
Hersteller
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