Bleikristall-Vasen
Geschliffene Vasen aus schwerem Bleikristall von Wiener, böhmischen und deutschen Hütten des 19. und 20. Jahrhunderts.
Bleikristall geht auf den Engländer George Ravenscroft zurück, der um 1674 bis 1676 ein Glas mit Bleioxid entwickelte, das klarer, schwerer und besser zu schleifen war als älteres Glas. Nach der Richtlinie 69/493/EWG enthält Bleikristall mindestens 24 Prozent Bleioxid, Hochbleikristall mindestens 30 Prozent. In Österreich und Böhmen wurden Bleikristall-Vasen mit Kerb-, Stern- und Fächerschliff gefertigt, im 20. Jahrhundert in großen Stückzahlen etwa von Nachtmann und anderen bayerischen und böhmischen Hütten. Viele Wiener Haushalte besitzen mehrere solcher Vasen aus Hochzeits- und Jubiläumsgeschenken.
Einfache Vasen der Nachkriegszeit sind sehr häufig und werden vor allem nach Menge und Zustand eingestuft. Höher stehen Vasen mit aufwendigem Handschliff, Gravur oder farbigem Überfang sowie Stücke bekannter Hersteller wie Lobmeyr oder Moser. Bewertet werden Glasmasse, Schliffqualität, Größe und Erhaltung. Chips am Rand und an den Schliffkanten mindern, Kalkablagerungen im Inneren lassen sich oft nicht entfernen. Säurepolierte Massenware ist an weichen Schliffkanten erkennbar. Signaturen und Etiketten erleichtern die Zuordnung.
Woran man es erkennt
- Mindestens 24 Prozent Bleioxid
- Kerb- und Sternschliff
- Handschliff gegen Massenware
- Kalkablagerungen im Inneren
Bleikristall-Vasen verkaufen: in allen 23 Bezirken
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