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Glas & Kristall

Lithyalin-Gläser

Undurchsichtige, marmorierte Gläser nach Friedrich Egermann, die Halbedelsteine wie Achat und Jaspis nachahmen.

Lithyalin ist ein undurchsichtiges, marmoriertes Glas, das Halbedelsteine wie Achat, Jaspis und Chalzedon nachahmt. Friedrich Egermann entwickelte es in seiner Werkstatt in Blottendorf bei Haida in Nordböhmen und ließ es 1829 patentieren. Die Farbigkeit entsteht durch Metalloxide in der Glasmasse und durch Beizen auf der geschliffenen Oberfläche, die rötliche, braune, grüne und blaue Adern sichtbar machen. Lithyalin wurde zu Bechern, Flakons, Vasen und Dosen verarbeitet, oft mit Facettenschliff und Goldrändern. Egermann führte auch die Gelb- und Rotbeize in die böhmische Glasveredelung ein.

Lithyalin aus der Werkstatt Egermanns und aus der Biedermeierzeit ist selten und gesucht. Bewertet werden Farbigkeit, Schliff, Vergoldung, Form und Zustand. Kräftige Marmorierung mit lebhaften Farbwechseln steht höher als matte Stücke. Abgeriebene Vergoldung ist üblich, Chips an den Facettenkanten und Sprünge mindern. Spätere Nachahmungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert haben oft eine gleichmäßigere, weniger tiefe Marmorierung. Echtes Lithyalin zeigt am Rand und im Gegenlicht eine durchscheinende Masse. Signaturen fehlen meist.

Woran man es erkennt

  • Steinimitation in Glas
  • Patent von 1829
  • Facettenschliff
  • Spätere Nachahmungen

Künstler & Entwerfer

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.