Tribal Art & außereuropäische Kunst
Hocker und Kopfstützen
Sitzmöbel, Nackenstützen und Throne aus Holz, oft mit figürlichen Stützen, aus West-, Zentral- und Ostafrika.
Hocker und Kopfstützen sind in Afrika Gebrauchsgegenstände und Zeichen von Rang zugleich. Bei den Asante in Ghana verkörpert der Hocker die Seele seines Besitzers; Hocker verstorbener Würdenträger wurden geschwärzt und in eigenen Räumen verwahrt. Die Luba in Kongo schufen Karyatidenhocker, bei denen eine kniende Frauenfigur die Sitzfläche trägt. Kopfstützen schützten kunstvolle Frisuren im Schlaf; sie kommen aus Kongo, Äthiopien, Somalia, Kenia und dem südlichen Afrika in großer Formenvielfalt vor. Aus dem Kameruner Grasland stammen Throne mit Perlenbesatz.
Für die Bewertung zählen Form, Qualität, Alter und Gebrauchsspuren: Abnutzung an der Sitzfläche oder der Auflage für den Kopf, abgegriffene Kanten und geglättete Füße. Kopfstützen mit figürlichen Stützen sind gesuchter als einfache Formen. Risse, die durch Trocknung entstanden sind, gehören zum Alter und mindern den Wert wenig. Junge Stücke für den Export sind leichter, frisch gefärbt und ohne Abrieb an den Kontaktstellen. Kopfstützen der Hirtenvölker Ostafrikas waren tragbar und zeigen oft Lederriemen.
Woran man es erkennt
- Asante-Hocker
- Luba-Karyatidenhocker
- Figürliche Kopfstützen
- Kopfstützen aus Ostafrika
- Throne aus dem Kameruner Grasland
- Abnutzung an den Kontaktflächen
Hocker und Kopfstützen verkaufen: in allen 23 Bezirken
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