Künstler: Kunsthandel, Sammler & Mäzene
Michael Haberlandt
Ethnologe, Museumsgründer, 1860–1940, Ungarisch-Altenburg – Wien
Begründer der österreichischen Volkskunde; rief 1894/95 Verein und Museum für Volkskunde ins Leben, das seit 1917 im Palais Schönborn untergebracht ist.
Michael Haberlandt, 1860 in Ungarisch-Altenburg geboren, studierte in Wien Sprachwissenschaft und Indologie und arbeitete an der ethnographischen Sammlung des Naturhistorischen Hofmuseums. 1894 gründete er mit Wilhelm Hein den Verein für österreichische Volkskunde, 1895 die Zeitschrift des Vereins und das Museum. Er starb 1940 in Wien; sein Sohn Arthur Haberlandt übernahm die Museumsleitung.
Das Museum sammelte Möbel, Keramik, Trachten, Hinterglasbilder, Votivgaben, Krippen, Masken und Arbeitsgerät aus allen Kronländern der Monarchie. 1917 bezog es das Palais Schönborn in der Laudongasse, das Johann Lukas von Hildebrandt Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut hatte. 1911 veröffentlichte Haberlandt das zweibändige Tafelwerk „Österreichische Volkskunst“, das Objekte aus der Sammlung abbildet und bis heute zur Bestimmung herangezogen wird.
Für den Handel mit Volkskunst liefern die Bestände des Volkskundemuseums Vergleichsstücke für Region, Datierung und Technik, etwa bei bemalten Bauernmöbeln, Hafnerware, Hinterglasbildern und Krippenfiguren. Inventarnummern und Museumsetiketten auf Objekten deuten auf frühere Museumsbestände hin und sind zu klären. Viele Volkskunstobjekte wurden im 20. Jahrhundert nachgemacht oder neu bemalt; Holzalter, Farbaufbau und Werkzeugspuren trennen Altes von Neuem.
Epochen & Stile
Michael Haberlandt verkaufen: in allen 23 Bezirken
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