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Münzen & Medaillen im 18. Bezirk, 1180 Wien

Münzsammlungen aus Währing: Cottage, Sternwarte und Vormärz

Pötzleinsdorf war Sommerfrische des Bankiers Geymüller, dessen Schlössel von 1808 heute das MAK nutzt. Im Cottage liegen bis heute Sammlungen von Gelehrten und Bankiersfamilien.

Universitätsprofessoren, Ärzte und Wissenschaftler der Sternwarte und der Bodenkultur wohnten im Cottage und um Gentzgasse und Kutschkermarkt; ihre Münzsammlungen sind oft wissenschaftlich angelegt, mit antiken Prägungen, Zuordnungszetteln, Fachliteratur und Korrespondenz mit Händlern. Goldmünzen, Taler und Medaillen lagern außerdem in Souterrains und Dachböden der Villen. In Pötzleinsdorf und Gersthof, früher Sommerfrischen wohlhabender Familien, finden sich Konventionsmünzen und Biedermeiergeld aus der Zeit der Sommerhäuser.

Das Geymüllerschlössel von 1808, Sommersitz eines Bankiers des Vormärz, gehört heute zum MAK, das dort Möbel und Uhren des Biedermeier präsentiert. Der Schubertpark bewahrt auf dem Gelände des alten Ortsfriedhofs die ersten Grabsteine Beethovens und Schuberts; beide Komponisten sind häufige Motive Wiener Porträtmedaillen. Universitätssternwarte und Universität für Bodenkultur brachten Forschende in den Bezirk, deren Sammlungen oft mit Fachwissen bestimmt sind. Die Vertreibung jüdischer Familien aus dem Cottage nach 1938 betraf auch ihre Sammlungen, Rückstellungsverfahren nach 1945 zahlreiche Villen.

Wissenschaftlich angelegte Sammlungen bewerten wir als Ganzes und lassen Zettel, Kataloge und Briefe bei den Stücken. Für Bestände, deren Weg zwischen 1938 und 1945 unklar ist, steht die Herkunftsklärung vor dem Angebot. Antike Münzen aus alten Sammlungen sind willkommen, Bodenfunde jüngerer Zeit fallen unter das Denkmalschutzgesetz. Feuchtigkeit im Souterrain greift Kupfermünzen an; holen Sie die Sammlung vor der Besichtigung nicht heraus, wir sehen sie dort an.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Wissenschaftlich angelegte Sammlungen mit antiken Münzen – Gelehrtenhaushalte im Cottage und um die Gentzgasse.
  • Konventionsmünzen und Biedermeiergeld – Sommerfrischen in Pötzleinsdorf und Gersthof.
  • Medaillen auf Beethoven und Schubert – Erinnerungsort Schubertpark mit den ursprünglichen Grabdenkmälern.

Mit Bezug zu Währing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 18. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

12

Manufakturen & Marken

4

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

11

Fragen zu Münzen & Medaillen

Lohnt sich der Verkauf einer alten Münzsammlung im Album?

Oft ja. Wir sichten das Album vollständig, bestimmen gesuchte Stücke einzeln und bewerten den Rest nach Material und Menge. Lösen Sie die Münzen bitte nicht heraus.

Kaufen Sie antike Münzen?

Ja, wenn die Herkunft nachvollziehbar ist, etwa aus einer alten Familiensammlung mit Belegen oder aus dem Handel. Funde aus dem Boden sind meldepflichtig und können nicht angekauft werden.

Was ist der Unterschied zwischen Münze und Medaille?

Eine Münze ist ein gesetzliches Zahlungsmittel mit Nennwert, eine Medaille ein geprägtes oder gegossenes Erinnerungs- oder Ehrenstück ohne Zahlungsfunktion. Beide werden gesammelt; Medaillen bewerten wir nach Künstler, Anlass und Material.

Kaufen Sie auch Kleingeld und Kursmünzen?

Kursmünzen der jüngeren Zeit haben meist nur Nennwert oder geringen Sammlerwert. Wir nehmen sie im Rahmen größerer Bestände mit; Kupfer- und Kleinmünzen der Monarchie sehen wir uns einzeln an.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.