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Ansichtskarten & Ephemera im 18. Bezirk, 1180 Wien

Ansichtskarten aus Währing: Cottage, Sternwarte, Schubertpark

Fellner & Helmer bauten 1874–1879 die Universitätssternwarte, Karl Ehn 1924/25 den Lindenhof. Cottage-Haushalte bewahren Korrespondenz, Visitkarten und Ballspenden.

Im Cottage, in Gersthof und Pötzleinsdorf leben Familien oft über Jahrzehnte im selben Haus, und Souterrain, Dachboden und Gartenhaus füllen sich mit Papier. Universitäts- und Akademikerhaushalte hinterlassen Urkunden, Fotografien, Einladungen, Visitkarten und Fachzeitschriften in großen Mengen, Schriftstellerhaushalte Korrespondenz mit Widmungen. Ansichtskarten zeigen den Türkenschanzpark mit Paulinenwarte, die Sternwarte, den Kutschkermarkt und die Weinbauernhäuser in Pötzleinsdorf. Ballspenden und Tanzordnungen stammen aus der Ballsaison großbürgerlicher Familien.

Ferdinand Fellner und Hermann Helmer, sonst Theaterarchitekten, errichteten die Universitätssternwarte 1874–1879; den Lindenhof plante Karl Ehn 1924/25 als Gemeindebau. Der 1872 gegründete Cottage-Verein legte, angeregt von Heinrich von Ferstel, ein Villenviertel nach englischem Vorbild an. Im Schubertpark, dem früheren Ortsfriedhof, stehen die ursprünglichen Grabdenkmäler Beethovens und Schuberts; Grafik und Fotografien dazu sind als Erinnerungsstücke im Bezirk zu erwarten. Nach 1938 wurden zahlreiche jüdische Cottage-Familien vertrieben; bei ihrer Korrespondenz achten wir auf Zusammenhang und Herkunft.

In Gelehrtenhaushalten ist Ephemera oft mit Briefen und Manuskripten vermischt; bitte nichts trennen oder wegwerfen, wir sichten den Bestand bei der kostenlosen Besichtigung mit Ihnen. Fotos von Alben und Kartons erleichtern die Planung. Ist die Einantwortung noch offen, richten wir uns nach dem Gerichtskommissär. Die Bezahlung erfolgt nach Ihrer Zusage bar oder per Überweisung.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Visitkarten, Einladungen und Korrespondenz – Universitäts- und Schriftstellerhaushalte im Cottage
  • Ansichtskarten von Türkenschanzpark, Sternwarte und Pötzleinsdorf – Motive des Bezirks
  • Ballspenden und Tanzordnungen – Ballsaison großbürgerlicher Familien

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

27

Manufakturen & Marken

12

Epochen & Stile

11

Materialien, Techniken & Punzen

6

Fragen zu Ansichtskarten & Ephemera

Sind alte Ansichtskarten von Wien etwas wert?

Das hängt vom Motiv ab. Seltene Straßen- und Geschäftsansichten, Vorstadtmotive und belebte Szenen sind gesucht, häufige Karten von Stephansdom, Oper und Schönbrunn meist wenig wert. Wir bewerten Bestände nach Motiv und Erhaltung.

Soll ich Briefmarken von den Karten ablösen?

Nein. Marke und Stempel gehören zur Karte und können ihren Wert erhöhen. Abgelöste Marken haben meist geringen Wert, die Karte verliert dagegen.

Kaufen Sie auch ganze Postkartenalben?

Ja. Lassen Sie die Karten im Album, damit Reihenfolge und Zusammenhang erhalten bleiben. Wir sichten das Album vollständig und machen ein Angebot für den ganzen Bestand.

Woran erkenne ich eine Karte der Wiener Werkstätte?

Wiener-Werkstätte-Karten tragen auf der Rückseite den Aufdruck der Werkstätte mit Nummer. Die Entwerfer sind oft mit Monogramm im Bild vermerkt. Nachdrucke unterscheiden sich durch Papier und Druckart.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.