Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Epoche

Meiji-Zeit

Stilperiode Asien, 1868–1912

Modernisierung und Exportkunst Japans: Satsuma-Keramik, Cloisonné der Namikawas, Komai-Tauschierung und Bronzen – erstmals 1873 in Wien offiziell gezeigt.

Mit der Meiji-Restauration 1868 übernahm Kaiser Mutsuhito die Macht; Japan öffnete sich dem Westen und industrialisierte sich rasch. Das Verbot des Schwerttragens 1876 nahm Schwertschmieden und Metallkünstlern ihren Markt, viele wandten sich Exportwaren zu. Auf der Wiener Weltausstellung 1873 trat Japan erstmals offiziell auf; Weltausstellungen in Philadelphia, Paris und Chicago folgten. Ab 1890 ernannte das Kaiserhaus herausragende Künstler zu Hofkünstlern (Teishitsu Gigeiin).

Exportkunst ist auf technische Perfektion angelegt: Satsuma-Keramik mit cremefarbener, craquelierter Glasur und dichter Malerei in Gold und Farbe, Cloisonné von Namikawa Yasuyuki in Kyoto mit feinsten Drahtstegen und von Namikawa Sōsuke in Tokio mit drahtlosem Email. Die Werkstatt Komai in Kyoto tauschierte Gold und Silber in Eisen. Bronzen (Okimono) zeigen Tiere und Figuren, Shibayama-Arbeiten Einlagen aus Perlmutt und Stein. Holzschnitte von Tsukioka Yoshitoshi und Kobayashi Kiyochika begleiten den Wandel. Elfenbein wurde vielfach verarbeitet.

Die Weltausstellung 1873 im Prater brachte japanische Objekte in großer Zahl nach Wien; das Museum für Kunst und Industrie, das heutige MAK, kaufte an. Im Wiener Handel sind Satsuma-Vasen, Cloisonné, Bronzen, Lackarbeiten und Elfenbein-Okimono häufig; Letztere unterliegen den EU-Beschränkungen und brauchen Nachweise. Signierte Werke bekannter Werkstätten werden gesondert bewertet. Hofkünstler wie Shibata Zeshin arbeiteten in Lack und Malerei; ihre Werke sind signiert.

Satsuma-Ware wurde im 20. Jahrhundert in großer Menge mit einfacherer Malerei und gedruckten Marken nachproduziert; originale Meiji-Stücke haben feine Pinselarbeit und erhabenes Gold. Cloisonné der Namikawas trägt Werkstattmarken oder Signaturen, Nachahmungen zeigen grobe Stege und Poren im Email. Bronzen aus Zink oder Messing mit Lackpatina sind spätere Ware. Signaturen sind in Kanji ausgeführt.

Woran man es erkennt

  • Satsuma mit cremefarbener Craquelé-Glasur
  • dichte Gold- und Farbmalerei
  • Cloisonné mit feinsten Drahtstegen
  • drahtloses Email bei Namikawa Sōsuke
  • Komai-Tauschierung in Eisen
  • Okimono aus Bronze
  • Shibayama-Einlagen
  • Exportkunst für Weltausstellungen

Künstler

  • Namikawa Yasuyuki
  • Namikawa Sōsuke
  • Tsukioka Yoshitoshi
  • Kobayashi Kiyochika
  • Shibata Zeshin

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.