Künstler: Ringstraßen-Architektur
Fellner & Helmer
Architektenbüro für Theaterbau, Ferdinand Fellner 1847–1916, Hermann Helmer 1849–1919, Wien, Harburg – Wien
Wiener Büro von Ferdinand Fellner und Hermann Helmer, das ab 1873 rund vierzig Theater in Mitteleuropa baute; Volkstheater und Konzerthaus.
Ferdinand Fellner, Sohn eines Wiener Architekten, und der aus Harburg stammende Hermann Helmer gründeten 1873 ein gemeinsames Büro. Nach den Theaterbränden der 1880er Jahre, darunter der Ringtheaterbrand 1881, entwickelten sie Typen mit eisernen Vorhängen, mehreren Fluchtwegen und klarer Erschließung, die sie in vielen Städten wiederholten. Helmer gründete 1904 mit Ludwig Baumann die Zentralvereinigung der Architekten. Ihr Werk umfasst daneben Wohn- und Geschäftshäuser, Hotels und Konzertsäle.
In Wien entstanden das Etablissement Ronacher (1888), das Deutsche Volkstheater (1889) und mit Ludwig Baumann das Konzerthaus samt Akademietheater (1911–1913). Außerhalb Wiens bauten sie unter anderem Theater in Prag, Budapest, Zürich, Hamburg und Odessa; in Prag eröffnete 1888 das Neue Deutsche Theater, die heutige Staatsoper. Stuckdecken, Logenbrüstungen und Luster folgten Mustern, die das Büro variierte. Im Handel erscheinen Pläne, Ansichtskarten und Programme ihrer Häuser.
Ansichtskarten der Fellner-&-Helmer-Theater sind in ganz Mitteleuropa verbreitet; Verlag, Sprache der Beschriftung und Poststempel datieren sie. Pläne aus dem Büro tragen häufig einen Firmenstempel. Ausstattungsteile aus Umbauten, etwa Luster oder Logenstühle, sind über die Herkunft aus einem bestimmten Haus zu belegen. Bei gleichartigen Logensesseln und Lustern aus verschiedenen Häusern hilft der Vergleich mit Fotografien der Bauzeit.
Epochen & Stile
Fellner & Helmer verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Ringstraßen-Architektur
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- Ludwig Förster1797–1863
- Theophil Hansen1813–1891
- Carl von Hasenauer1833–1894
- Eduard van der Nüll1812–1868
- Friedrich von Schmidt1825–1891
- Gottfried Semper1803–1879
- August Sicard von Sicardsburg1813–1868
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