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Theodor Herzl im 18. Bezirk, 1180 Wien

Theodor Herzl in Währing: die Wohnung in der Haizingergasse

In der Haizingergasse wohnte Theodor Herzl, Feuilletonchef der „Neuen Freien Presse“ und Autor des 1896 in Wien erschienenen „Judenstaats“.

In der Haizingergasse in Währing wohnte Theodor Herzl. Der in Pest geborene Jurist leitete nach seiner Pariser Korrespondentenzeit, in der er die Affäre um Alfred Dreyfus verfolgte, das Feuilleton der „Neuen Freien Presse“, veröffentlichte 1896 in Wien „Der Judenstaat“ und berief 1897 den ersten Zionistenkongress nach Basel ein. Das Cottageviertel, ab 1872 nach englischem Vorbild angelegt, war Wohnort vieler Schriftsteller, Ärzte und Gelehrter; Arthur Schnitzler lebte in der Sternwartestraße.

Herzl-Dokumente sind gesuchte Zeugnisse der Zeitgeschichte: eigenhändige Briefe und Karten, Widmungsexemplare, die Erstausgabe des „Judenstaats“ mit Leipziger und Wiener Impressum, Postkarten und Delegiertenkarten der Kongresse. Wir prüfen Schrift, Papier, Briefköpfe und Poststempel und vergleichen mit veröffentlichter Korrespondenz. Gelehrten- und Schriftstellerhaushalte im Cottage bewahren solche Stücke oft zwischen Erstausgaben von Schnitzler und Friedell. Für Bestände, deren Eigentümer zwischen 1938 und 1945 wechselten, klären wir die Herkunft.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.