Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Material: Malerei & Grafik

Federzeichnung

Zeichnung mit Feder und Tinte oder Tusche, vom Gänsekiel bis zur Stahlfeder, oft mit dem Pinsel laviert.

Für Federzeichnungen verwendeten Künstler Gänsekiele, Rohrfedern und ab dem 19. Jahrhundert Stahlfedern, die in England in großen Mengen hergestellt wurden. Als Tinte dienten Eisengallustinte, Bister aus Ruß, Sepia aus Tintenfischen und chinesische Tusche. Häufig wurde die Zeichnung mit dem Pinsel laviert, also mit verdünnter Tinte flächig getönt. Altmeisterzeichnungen, Studienblätter, Karikaturen, Buchillustrationen und Architekturzeichnungen entstanden in dieser Technik, ebenso viele Autographen und Briefe.

Federstriche schwellen je nach Druck an und ab und zeigen an Kreuzungen Tintenansammlungen. Eisengallustinte verbräunt mit der Zeit und kann das Papier durchfressen, was als Tintenfraß bezeichnet wird. Tusche bleibt tiefschwarz. Unter der Lupe sitzt die Tinte in den Papierfasern, Drucke zeigen dagegen gleichmäßige Linien oder Raster. Lavierungen erscheinen als transparente Flächen mit Wasserrändern. Wasserzeichen und Papierart helfen bei der Datierung.

Altmeisterzeichnungen in Feder sind gesucht und erfordern Spezialisten, ebenso Zeichnungen bekannter Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts. Tintenfraß, Löcher und Flecken mindern den Wert, lassen sich aber restaurieren. Reproduktionen in Lichtdruck sind häufig und müssen ausgeschlossen werden. Sammlerstempel auf der Rückseite liefern Hinweise auf frühere Besitzer.

So prüfen Sie es

  • an- und abschwellende Federstriche
  • Tintenansammlungen an Kreuzungen
  • Verbräunung bei Eisengallustinte
  • Lavierung mit Wasserrändern
  • Wasserzeichen im Papier

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.