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Material: Malerei & Grafik

Kohlezeichnung

Zeichnung mit verkohlten Zweigen oder gepresster Kohle, verwendet für Studien, Akte und große Entwürfe.

Zeichenkohle entsteht durch Verkohlen von Weiden-, Linden- oder Rebzweigen unter Luftabschluss; daneben gibt es gepresste Kohlestifte. Kohle ergibt tiefe Schwarztöne und lässt sich leicht verwischen und wieder wegnehmen. Seit der Renaissance nutzten Künstler sie für Entwürfe, Kartons für Fresken und Wandbilder, Akt- und Porträtstudien. An den Akademien des 19. Jahrhunderts war das Kohlestudium nach Gips und Modell Teil der Ausbildung. Expressionisten schätzten die kraftvollen, schnellen Striche. Mit Weißhöhungen auf getöntem Papier entstehen plastische Wirkungen.

Kohle wirkt matt, samtig schwarz bis grau, mit körniger Struktur auf rauem Papier. Verwischte Partien und sichtbare Korrekturen sind typisch. Ohne Fixierung färbt Kohle ab, auch auf Passepartouts und Rückseiten benachbarter Blätter. Graphit glänzt dagegen metallisch im Streiflicht, schwarze Kreide haftet fester. Unter der Lupe zeigen Drucke Rasterpunkte, Originale Kohlepartikel in den Papierfasern. Weißhöhungen sitzen als Kreide oder Gouache auf.

Kohlezeichnungen bekannter Künstler, Akademiestudien mit Provenienz und Entwürfe für Wandbilder finden Interesse. Verwischungen, Knicke und Stockflecken mindern den Wert. Viele Akademiestudien bleiben anonym und werden nach Qualität bewertet. Bei signierten Blättern ist ein Vergleich mit gesicherten Zeichnungen des Künstlers nötig, weil Signaturen nachträglich ergänzt werden.

So prüfen Sie es

  • mattes, samtiges Schwarz
  • körnige Struktur auf rauem Papier
  • Abfärben ohne Fixierung
  • kein metallischer Glanz
  • Kohlepartikel unter der Lupe

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.