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Material: Malerei & Grafik

Kupferstich

Tiefdruck, bei dem Linien mit dem Grabstichel in eine Kupferplatte gestochen werden, seit dem 15. Jahrhundert eine Leittechnik der Druckgrafik.

Beim Kupferstich gräbt der Stecher mit dem Grabstichel Linien in eine polierte Kupferplatte. Die Platte wird eingefärbt, die Oberfläche abgewischt, sodass Farbe nur in den Linien bleibt, und unter hohem Druck auf feuchtes Papier gepresst. Im 15. Jahrhundert schufen Martin Schongauer und Albrecht Dürer Meisterwerke, Dürers Melencolia I entstand 1514. Bis ins 19. Jahrhundert diente der Kupferstich vor allem der Reproduktion von Gemälden, Porträts, Landkarten und Ansichten.

Kupferstiche zeigen einen Plattenrand, eine eingedrückte Kante rund um das Bild, sofern das Blatt nicht beschnitten ist. Die Linien sind scharf, schwellen an und laufen spitz aus; Schraffuren und Kreuzschraffuren bilden Tonwerte. Mit den Fingerkuppen spürt man leicht erhabene Farbe. Unter der Lupe fehlen Rasterpunkte. Zustände unterscheiden sich durch Änderungen an der Platte, späte Abzüge durch abgenutzte, blasse Linien. Wasserzeichen und Papierqualität trennen frühe von späteren Drucken.

Kupferstiche alter Meister in frühen, kräftigen Abzügen sind gesucht, späte Nachdrucke von abgenutzten Platten weniger. Beschnittene Ränder, Flecken und Risse mindern den Wert. Reproduktionen in Offset oder Lichtdruck sind häufig; Plattenrand und Lupe helfen bei der Unterscheidung. Kolorierte Karten und Ansichten werden nach Alter, Motiv und Qualität der Kolorierung bewertet.

So prüfen Sie es

  • Plattenrand um das Bild
  • spitz auslaufende, scharfe Linien
  • leicht erhabene Druckfarbe
  • keine Rasterpunkte
  • Wasserzeichen im Papier

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.