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Material: Malerei & Grafik

Kreide

Zeichenmittel in Schwarz, Weiß und Farbe, von Altmeisterzeichnungen über Klimts Studien bis zur Lithokreide der Steindrucker.

In der Zeichnung meint Kreide verschiedene Stifte: schwarze Kreide aus kohlenstoffhaltigem Schiefer, weiße Kreide aus Kalk für Höhungen und Rötel aus eisenoxidhaltiger Erde. Altmeister kombinierten sie auf getöntem Papier; die Verbindung von Schwarz, Rot und Weiß heißt „trois crayons“. Ab 1795 kamen gepresste Kunstkreiden wie der Conté-Stift auf, später Farbkreiden in vielen Tönen. Die fetthaltige Lithokreide dient zum Zeichnen auf dem Lithografiestein.

Gustav Klimt zeichnete seine Figurenstudien vor allem mit Bleistift und schwarzer oder farbiger Kreide auf Packpapier, Egon Schiele kombinierte Kreide und Bleistift mit Aquarell und Gouache. Kreidestriche folgen der Papierstruktur und wirken körnig; sie lassen sich verwischen und abstufen. Viele Kreidezeichnungen wurden fixiert, damit sie nicht abreiben.

Kreide glänzt nicht wie Graphit und haftet lockerer als Tusche; unter der Lupe liegen die Pigmentkörner auf den Papierfasern. Kohle ist pulvriger und tiefer schwarz, Pastell weicher und farbintensiver. Faksimiles nach Klimt-Zeichnungen, etwa aus einer 1919 erschienenen Lichtdruckmappe mit 25 Handzeichnungen, werden gelegentlich als Originale angeboten; Lichtdrucke zeigen unter der Lupe ein feines Runzelkorn statt einzelner Kreidekörner.

So prüfen Sie es

  • körniger Strich entlang der Papierstruktur
  • kein metallischer Glanz
  • Wischspuren und Abrieb
  • Fixativschleier
  • Pigmentkörner auf den Fasern unter der Lupe

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.