Material: Malerei & Grafik
Lithografie
Flachdruck vom Stein, 1796 von Alois Senefelder in München erfunden und im Wiener Biedermeier durch Josef Kriehuber für Porträts genutzt.
Alois Senefelder erfand 1796 in München die Lithografie, den Steindruck. Der Künstler zeichnet mit fetthaltiger Kreide oder Tusche auf einen geschliffenen Solnhofener Kalkstein. Der Stein wird befeuchtet; Wasser haftet an den freien Stellen, fette Druckfarbe nur an der Zeichnung. Das Verfahren erlaubte große Auflagen ohne Gravur. In Wien wurde Josef Kriehuber zum gefragtesten Porträtlithografen des Biedermeier. Später nutzten Honoré Daumier, Henri de Toulouse-Lautrec und die Künstler der Moderne die Technik.
Lithografien zeigen eine kreideartige, körnige Struktur oder weiche Tuschelinien. Ein Plattenrand fehlt, weil der Stein flach gedruckt wird; manche Blätter tragen aber einen Tonrand vom Druck. Die Farbe liegt flach auf dem Papier, ohne Prägung. Unter der Lupe ist das Korn unregelmäßig, Offsetdrucke zeigen dagegen regelmäßige Rasterpunkte. Unten stehen oft Zeichner, Drucker und Verlag. Künstlerlithografien des 20. Jahrhunderts tragen Bleistiftsignatur und Nummer.
Porträtlithografien des Biedermeier, Arbeiten bekannter Künstler und signierte Künstlerlithografien sind gesucht. Für die Bewertung zählen Künstler, Auflage, Druckqualität und Zustand. Offsetreproduktionen mit gedruckter Signatur werden oft als Lithografien angeboten und haben kaum Wert. Stockflecken und Lichtschäden sind häufig und mindern den Wert.
So prüfen Sie es
- kreideartige, unregelmäßige Körnung
- kein Plattenrand
- Farbe flach ohne Prägung
- Angaben zu Zeichner und Drucker
- Rasterpunkte bei Offsetdruck
Lithografie verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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