Grammophone, Radios, Kameras & Technik
Nähmaschinen
Haushalts- und Gewerbenähmaschinen mit Hand-, Fuß- und Elektroantrieb, vom 19. bis ins mittlere 20. Jahrhundert.
Der Tiroler Schneider Josef Madersperger erhielt 1815 in Wien ein Privileg für eine Nähmaschine, blieb aber ohne wirtschaftlichen Erfolg. Durchgesetzt hat sich die Nähmaschine ab 1851 mit Isaac Merritt Singer in den USA, dessen Firma Fabriken in Europa betrieb. In Deutschland folgten Pfaff in Kaiserslautern, Gritzner in Durlach, Seidel & Naumann in Dresden und viele andere. Frühe Haushaltsmaschinen mit Handkurbel stehen auf verzierten Gusssockeln, oft mit Goldabziehbildern und Perlmutteinlagen; Tretnähmaschinen in Holzmöbeln prägten ein Jahrhundert lang Haushalte und Schneiderwerkstätten.
Den Wert bestimmen Hersteller, Alter, Bauart, Dekor und Vollständigkeit. Frühe Maschinen vor 1880, Kindernähmaschinen, Maschinen mit reichem Dekor und seltene Konstruktionen sind gesucht. Tretnähmaschinen und gewöhnliche Haushaltsmaschinen des 20. Jahrhunderts sind sehr häufig und haben meist geringen Sammlerwert, ihre Gussgestelle werden aber für Möbel gesucht. Abgeriebene Abziehbilder, Rost und fehlende Schiffchen mindern den Wert. Die Seriennummer erlaubt die Datierung. Fotos von Seitenansicht, Typenschild und Sockel genügen.
Woran man es erkennt
- Handnähmaschinen des 19. Jahrhunderts
- Singer-Maschinen mit Dekor
- Pfaff- und Gritzner-Maschinen
- Kindernähmaschinen
- Tretnähmaschinen im Holzmöbel
- Zubehörkästen und Anleitungen
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