Material: Hölzer & Möbelbau
Thuja
Aromatisches Maserholz aus der Wurzel des nordafrikanischen Sandarakbaums, verwendet für Kassetten, Dosen und Möbel des Art déco.
Thujamaser stammt aus den Wurzelknollen des Sandarakbaums, Tetraclinis articulata, aus dem Atlasgebirge in Marokko und Algerien. Das Holz ist rötlich-goldbraun, dicht mit kleinen dunklen Augen besetzt und duftet harzig. Französische Ebenisten der Zeit Napoleons III. verwendeten es für Kassetten, Schreibschatullen und kleine Möbel; im Art déco erschien es auf Schlafzimmern und Toilettentischen. Marokkanische Werkstätten in Essaouira fertigen bis heute Kästchen und Schalen aus Thuja.
Thuja zeigt ein kleinteiliges Maserbild mit dicht gesetzten Augen, ähnlich dem Vogelaugenahorn, aber auf rotbraunem Grund. Beim Reiben oder Anwärmen entsteht ein aromatischer Geruch. Die Oberfläche ist glänzend und fein. Thuja wird nur als Furnier oder für kleine Massivteile verwendet. Moderne marokkanische Kästchen zeigen oft Einlagen aus Zitronenholz, Perlmutt oder Messing und eine maschinelle Verarbeitung. Ältere Stücke tragen oft Schlüsselschilde aus Messing oder Perlmutt.
Ältere französische Kassetten und Möbel des Art déco mit Thujafurnier sind gefragt, besonders mit Messingeinlagen und originalen Schlössern. Moderne Souvenirkästchen haben geringen Wert. Thuja wird mit Wurzelnuss oder Amboina verwechselt; die dichten Augen und der Geruch helfen bei der Bestimmung.
So prüfen Sie es
- rotbraunes Maserbild mit dichten Augen
- harziger Geruch beim Anwärmen
- Einsatz als Furnier und Kleinteil
- französische Kassetten des 19. Jahrhunderts
- maschinelle Verarbeitung bei Souvenirware
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