Material: Hölzer & Möbelbau
Ahorn
Helles, feinporiges Holz für Einlagen, Biedermeier-Furniere und den Geigenbau, als Vogelaugenahorn im Art déco geschätzt.
Ahorn ist ein fast weißes bis hellgelbes Holz mit feinen Poren und dichter Struktur. Bergahorn und Spitzahorn wachsen in Mitteleuropa, Zuckerahorn in Nordamerika. Tischler des Biedermeier nutzten Ahorn als Furnier für helle Möbel und als Kontrast in Einlagen, oft schwarz gebeizt als Ersatz für Ebenholz. Riegelahorn mit querlaufenden Streifen ist das klassische Holz für Böden und Zargen von Geigen; Vogelaugenahorn aus Nordamerika prägt Möbel des Art déco.
Ahorn erkennt man an der hellen Farbe, den kaum sichtbaren Poren und dem matten Seidenglanz. Riegelahorn zeigt wellenförmige Querstreifen, die im Licht wechseln, Vogelaugenahorn kleine runde Augen. Mit der Zeit vergilbt Ahorn leicht. An Instrumenten ist die Riegelung meist auf der Rückseite sichtbar. Ebonisierter Ahorn zeigt an abgestoßenen Kanten das helle Holz darunter, was ihn von echtem Ebenholz trennt. Frisch geschliffenes Ahorn wirkt fast weiß.
Ahorn steigert den Wert vor allem in Verbindung mit gelungener Gestaltung, etwa bei Biedermeier-Möbeln in hellem Holz oder bei Geigen mit schöner Riegelung. Fleckige, vergilbte oder beschädigte Oberflächen mindern ihn. Birke wird häufig mit Ahorn verwechselt, zeigt aber eine weniger dichte Struktur.
So prüfen Sie es
- fast weiße bis hellgelbe Farbe
- kaum sichtbare Poren
- Querstreifen bei Riegelahorn
- runde Augen bei Vogelaugenahorn
- helles Holz unter ebonisierten Kanten
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