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Material: Hölzer & Möbelbau

Massivholz

Möbel aus vollem Holz ohne Furnier, typisch für Bauernmöbel, frühe Truhen, Bugholzmöbel und viele Gebrauchsmöbel.

Massivholzmöbel bestehen aus durchgehenden Brettern, Bohlen oder Stäben ohne aufgeleimte Deckschicht. Gotische Truhen, Renaissanceschränke aus Eiche, alpenländische Bauernmöbel aus Fichte und Zirbe und die Bugholzmöbel von Gebrüder Thonet aus Buche sind massiv gearbeitet. Im städtischen Möbelbau des 18. und 19. Jahrhunderts blieb massives Holz meist auf Gestelle, Beine, Rahmen und Schnitzwerk beschränkt, während die großen Flächen furniert wurden. Auch Klapptische und Hocker sind oft massiv.

Massivholz zeigt an Kanten und Hirnholzflächen durchgehend dieselbe Maserung. Breite Flächen bestehen aus verleimten Brettern, deren Fugen sichtbar sind. Holz arbeitet mit der Luftfeuchtigkeit: Schwundrisse, verzogene Türen und Spalten zwischen Füllungen sind normal. Rahmen-Füllungs-Konstruktionen erlauben diese Bewegung. Massive Möbel sind meist schwerer als furnierte Möbel gleicher Größe aus leichtem Blindholz. Bei einfachen Möbeln sind die Bretter mit Holznägeln oder geschmiedeten Nägeln befestigt; Rückwände aus breiten, ungleichmäßigen Brettern sprechen für ältere Herstellung.

Die Bezeichnung massiv sagt allein nichts über den Wert. Bauernmöbel mit originaler Fassung, Thonet-Sessel mit Marke und frühe Eichentruhen sind gesucht, massive Gebrauchsmöbel der 1970er-Jahre kaum. In Inseraten steht massiv oft auch für furnierte Möbel mit massiven Kanten; die Kanten zeigen dann ein anderes Holzbild als die Fläche.

So prüfen Sie es

  • durchgehende Maserung an Kanten und Hirnholz
  • sichtbare Leimfugen zwischen Brettern
  • Schwundrisse und Spalten
  • Rahmen-Füllungs-Konstruktion
  • höheres Gewicht

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.