Isidore Canevale im 2. Bezirk, 1020 Wien
Isidore Canevale in der Leopoldstadt: Augartenportal und Lusthaus
Für Joseph II. entwarf Isidore Canevale das Augartenportal (1775) und das Lusthaus im Prater (1781–1783).
Den Prater gab Joseph II. 1766 frei, den Augarten 1775, und Isidore Canevale lieferte die Bauten dazu. Über dem Augartenportal von 1775 steht bis heute die Widmung des Kaisers an die Bevölkerung; am Ende der Prater-Hauptallee errichtete Canevale 1781–1783 das Lusthaus als achteckigen Pavillon. Canevale, 1730 in Vincennes geboren, hatte zuvor für Bischof Migazzi den Dom von Vác gebaut und wurde unter Joseph II. zum Architekten der josephinischen Reformbauten.
Prater und Augarten zählen seit dem 18. Jahrhundert zu den beliebten Motiven der Wiener Vedutenkunst; kolorierte Kupferstiche und Umrissradierungen zeigen Lusthaus, Hauptallee und Augartenportal. Originale erkennt man am Plattenrand, am Büttenpapier mit Kettlinien und an der Handkolorierung; spätere Reproduktionen sind gleichmäßig gedruckt. In Leopoldstädter Haushalten kommen solche Blätter neben Ansichtskarten von Prater, Riesenrad und Rotunde vor. Auch Porzellan der Manufaktur Augarten bewerten wir.
Isidore Canevale in anderen Bezirken
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