Wissenschaftliche Instrumente & Globen
Theodolite und Universalinstrumente
Winkelmessinstrumente der Landesvermessung mit Fernrohr, Teilkreisen und Libellen, aus Messing und später aus Leichtmetall.
Mit dem Theodolit werden horizontale und vertikale Winkel gemessen; er besteht aus einem drehbaren Fernrohr, zwei Teilkreisen mit Skalen, Ablesevorrichtungen mit Nonius oder Mikroskop und Libellen zur Ausrichtung. Wiener Firmen wie Starke & Kammerer, hervorgegangen aus der Werkstatt am Polytechnischen Institut, und ab 1888 Rudolf & August Rost lieferten Theodolite an Vermessungsämter, Militär, Bahnbau und Hochschulen. Universalinstrumente dienten auch astronomischen Ortsbestimmungen. Im 20. Jahrhundert setzten sich Instrumente aus Leichtmetall mit gekapselten Glaskreisen durch, etwa von Wild aus Heerbrugg und von Kern aus Aarau.
Den Wert bestimmen Hersteller, Alter, Ausführung und Vollständigkeit. Theodolite des 19. Jahrhunderts aus Messing mit Silberteilkreisen, originalem Kasten, Stativ und Zubehör sind gesucht, spätere Instrumente vor allem in gutem Zustand. Korrodierte Teilkreise, gebrochene Libellen und fehlende Fernrohrteile mindern den Wert. Kästen tragen oft Plaketten mit Seriennummer und Prüfvermerken, die die Geschichte des Instruments belegen. Bitte nehmen Sie Instrumente nur am Träger, nie am Fernrohr aus dem Kasten.
Woran man es erkennt
- Starke & Kammerer-Theodolite
- Rost-Instrumente aus Wien
- Silberteilkreise mit Nonius
- Universalinstrumente
- Holzstative und Kästen
- Glaskreistheodolite des 20. Jahrhunderts
Hersteller
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