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Münzen & Medaillen

Jugendstil-Plaketten

Rechteckige, geprägte oder gegossene Reliefplaketten der Wiener Medailleure um 1900.

Um 1900 entdeckten Wiener Medailleure die Plakette, ein meist rechteckiges, einseitiges Relief, das nicht in der Hand, sondern an der Wand oder auf dem Schreibtisch betrachtet wird. Stefan Schwartz gilt als einer der Erneuerer dieser Form, Heinrich Kautsch arbeitete lange in Paris und brachte die französische Plakettenkunst nach Wien, Richard Placht und Rudolf Marschall schufen Plaketten mit Porträts, Allegorien, Landschaften und Genreszenen. Viele Plaketten wurden in kleinen Auflagen gegossen oder geprägt und mit Patina versehen.

Plaketten werden nach Künstler, Motiv, Technik, Material, Auflage und Erhaltung bewertet. Signierte Stücke mit originaler Patina, Plaketten in Silber und Bronzegüsse mit feiner Ziselierung sind gesucht. Spätere Nachgüsse wirken flauer und haben weniger Details; wir unterscheiden sie an Oberfläche und Kanten. Reinigungsspuren und abgeriebene Patina mindern den Wert. Rahmen und Etuis aus der Entstehungszeit gehören zur Plakette und werden mitbewertet.

Woran man es erkennt

  • Einseitige Reliefplaketten
  • Stefan Schwartz und Heinrich Kautsch
  • Richard Placht und Rudolf Marschall
  • Originale Patina
  • Abgrenzung zu Nachgüssen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.