Material: Hölzer & Möbelbau
Rosenholz
Rosa bis lachsfarbenes, rot gestreiftes Tropenholz der Gattung Dalbergia, im französischen Möbelbau als bois de rose geschätzt.
Als Rosenholz bezeichnet der Möbelhandel rosa bis lachsfarbene, rot und violett gestreifte Hölzer aus der Gattung Dalbergia, vor allem aus Brasilien. Im Französischen heißt es bois de rose. Pariser Ebenisten der Zeit Ludwigs XV. und des Louis-seize setzten es für Marketerien, Bandeinlagen und Rahmungen ein, oft kombiniert mit Tulpenholz und Amarant. Auch englische Möbel des späten 18. Jahrhunderts und Kleinmöbel des 19. Jahrhunderts im französischen Stil zeigen Rosenholzfurnier.
Frisch geschnitten leuchtet Rosenholz rosa, mit der Zeit verblasst es zu Honig- und Lachstönen; geschützte Stellen unter Beschlägen bleiben farbiger. Die Streifen sind rot bis violett. Das Holz ist dicht, schwer und duftet beim Bearbeiten süßlich. Meist erscheint es als schmale Bandeinlage oder Rahmung um zentrale Marketerien. Restaurierte Stellen mit modernem Ersatzholz weichen in Farbe und Zeichnung erkennbar ab. Unter der Lupe sind die Poren fein und regelmäßig.
Rosenholz gehört zur Gestaltung französischer Möbel des 18. Jahrhunderts und ihrer Nachahmungen im 19. Jahrhundert. Für die Bewertung zählen Alter, Konstruktion und Bronzebeschläge. Stilmöbel des 20. Jahrhunderts nutzen oft gefärbte Furniere, die Rosenholz nur nachahmen und an gleichförmiger Färbung zu erkennen sind.
So prüfen Sie es
- rosa bis lachsfarbener Grund mit roten Streifen
- verblasste Oberfläche, farbigere geschützte Stellen
- Einsatz als Bandeinlage und Rahmung
- dichtes, schweres Holz
- süßlicher Duft beim Bearbeiten
Dalbergia-Arten unterliegen seit 2017 CITES Anhang II (VO (EG) 338/97 Anhang B). Innerhalb der EU muss der legale Erwerb belegbar sein; für Ausfuhren aus der EU sind Genehmigungen nötig.
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