Lépine-Taschenuhren
Offene Taschenuhren ohne Sprungdeckel, benannt nach dem Pariser Uhrmacher Jean-Antoine Lépine.
Jean-Antoine Lépine entwickelte um 1770 in Paris ein Werk, bei dem einzelne Brücken die durchgehende obere Platine ersetzten. Dadurch wurden Taschenuhren deutlich flacher. Sein Name steht heute für die offene Taschenuhr ohne Sprungdeckel, bei der die Krone bei zwölf Uhr und die kleine Sekunde gegenüber bei sechs Uhr liegt. Lépine-Uhren waren die übliche Form für Gebrauchsuhren, Eisenbahneruhren und Dienstuhren, weil man die Zeit ohne Öffnen eines Deckels ablesen konnte, auch mit Handschuhen.
Lépine-Uhren gibt es in allen Qualitätsstufen, vom einfachen Serienwerk bis zur Präzisionsuhr mit Chronometerzertifikat. Für die Bewertung sind Werk, Hersteller, Gehäusematerial und Zifferblatt entscheidend. Weil das Glas ungeschützt ist, sind Kratzer, Sprünge und ersetzte Gläser häufig; Originalgläser aus Mineralglas sind ein Pluspunkt. Frühe Lépine-Werke aus Paris mit Signatur sind gesucht. Bei Gehäusen aus Stahl, Nickel oder Messing bestimmt allein das Werk den Wert.
Woran man es erkennt
- Offenes Zifferblatt ohne Deckel
- Krone bei zwölf, Sekunde bei sechs
- Brückenwerk nach Lépine
- Häufig als Gebrauchs- und Dienstuhr
- Bewertung nach Werk bei unedlem Gehäuse
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