Die Argentor-Werke der Firma Rust & Hetzel produzierten in Wien um 1900 und in der Zwischenkriegszeit Tafel- und Ziergerät aus versilbertem Metall. Sie gehörten zu den Betrieben, die mit erschwinglichen Alternativen zu Silber den wachsenden bürgerlichen Markt bedienten, vergleichbar mit WMF in Deutschland. Vertrieben wurde über Haushaltswarengeschäfte und Kaufhäuser in der ganzen Monarchie. Der Markenname leitet sich vom lateinischen Wort für Silber ab.
Zum Programm gehörten Jardinieren, Schalen mit Glaseinsätzen, Tafelaufsätze, Leuchter, Bilderrahmen, Kaffee- und Teeservice, Tabletts und Besteck. Viele Jugendstilentwürfe zeigen geschwungene Pflanzenformen, Frauenköpfe und durchbrochene Ränder, später auch die geometrischen Formen der Wiener Moderne. Das Grundmetall war Alpaka oder Messing, die Oberfläche versilbert oder vernickelt. Glaseinsätze stammen oft aus böhmischen Hütten. Viele Stücke entstanden als Hochzeits- und Jubiläumsgeschenke und tragen gravierte Widmungen.
Die Stücke tragen eine Fabrikmarke mit dem Namen „Argentor“, oft mit Modellnummer und Angaben zur Versilberung. Feingehaltspunzen fehlen, da es sich nicht um Silber handelt. Der Zustand der Versilberung ist entscheidend: Durchgeriebene Stellen zeigen das gelbliche oder rötliche Grundmetall. Glaseinsätze sind häufig ersetzt oder fehlen. Neu versilberte Stücke wirken gleichmäßig glänzend und verlieren dadurch den Charakter der originalen Oberfläche. Kratzer sind häufig.
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Ebenfalls: Silber & Metall
- Alessiseit 1921
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Christofleseit 1830
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Gorhamseit 1831
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Liberty & Co.seit 1875
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Puiforcatseit 1820
- Robbe & Berkingseit 1874
- Tiffany & Co.seit 1837
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Wilkensseit 1810
- WMFseit 1853
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