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Material: Keramik & Porzellan

Majolika

Italienische Irdenware der Renaissance mit Zinnglasur und Malerei, im 19. Jahrhundert auch Bezeichnung für farbig glasierte Reliefkeramik.

Majolika bezeichnet ursprünglich die zinnglasierte, bemalte Irdenware der italienischen Renaissance. Der Name leitet sich von Mallorca ab, über das spanische Lüsterware nach Italien kam. Zentren waren Faenza, Deruta, Gubbio, Urbino und Castel Durante; die Istoriato-Malerei zeigte biblische und mythologische Szenen. Im 19. Jahrhundert übertrug Minton den Begriff auf farbig glasierte Reliefkeramik. Im deutschen Sprachraum führten Betriebe wie die Karlsruher Majolika und Majolika Schütz Cilli den Namen.

Renaissance-Majolika zeigt eine weiße Zinnglasur mit leuchtenden Farben, die in die Glasur eingesunken sind; die Rückseiten tragen oft konzentrische Ringe und gemalte Inschriften. Majolika des 19. Jahrhunderts ist meist plastisch geformt, mit dicken, glänzenden Farbglasuren in Grün, Braun, Türkis und Gelb. Marken sind eingeprägt oder gemalt. Der Scherben ist porös und farbig, an Abplatzungen gut sichtbar. Gelegentlich tragen italienische Stücke auf der Rückseite Werkstattzeichen und Jahreszahlen.

Renaissance-Majolika ist museal und sehr selten; Kopien des 19. Jahrhunderts, etwa von Cantagalli in Florenz, sind verbreitet. Majolika des Historismus und Jugendstils von bekannten Herstellern findet Sammler. Abplatzungen und Glasurrisse sind häufig und mindern den Wert je nach Sichtbarkeit. Bei Reliefmajolika des 19. Jahrhunderts zählen Modell und Hersteller.

So prüfen Sie es

  • zinnglasierte Irdenware mit leuchtender Malerei
  • Istoriato-Szenen
  • plastische Formen bei Majolika des 19. Jahrhunderts
  • dicke Farbglasuren
  • poröser Scherben

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.