Material: Fotografie
Autochrom
Erstes praktikables Farbfotoverfahren der Brüder Lumière, ab 1907 als Glasdiapositiv mit gefärbten Stärkekörnern vertrieben.
Auguste und Louis Lumière ließen das Autochromverfahren 1903 patentieren und brachten die Platten 1907 auf den Markt. Eine Glasplatte wurde mit winzigen, orange, grün und violett gefärbten Kartoffelstärkekörnern beschichtet, die als Farbfilter dienten, darüber lag eine Schwarz-Weiß-Emulsion. Nach der Umkehrentwicklung entstand ein farbiges Diapositiv, das nur im Durchlicht oder in einem Betrachter zu sehen ist. Heinrich Kühn und andere Kunstfotografen nutzten Autochrome, bis in den 1930er-Jahren Farbfilme folgten.
Autochrome sind Glasplatten, oft im Format 9 mal 12 oder 13 mal 18 Zentimeter, mit Abdeckglas und Papierband an den Rändern. Gegen das Licht gehalten zeigen sie weiche, pastellige Farben mit feinem Korn. Unter der Lupe sind die farbigen Stärkekörner als Mosaik sichtbar. In der Aufsicht wirkt die Platte dunkel. Originalschachteln von Lumière tragen Aufdrucke. Feuchtigkeit und Licht schädigen die Farbschicht, Glasbruch ist häufig. Stereoautochrome im Doppelformat sind seltener.
Autochrome sind selten und gesucht, besonders Porträts, Stadtansichten, Gärten und Arbeiten bekannter Fotografen. Glasbruch, verblasste Farben und Schimmel mindern den Wert. Autochrome sollten dunkel, trocken und aufrecht gelagert werden. Ganze Sammlungen mit Betrachtern finden besonderes Interesse, Wiener Farbansichten aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg haben dokumentarischen Wert.
So prüfen Sie es
- Glasplatte mit Abdeckglas
- weiche, pastellige Farben im Durchlicht
- Mosaik aus Stärkekörnern unter der Lupe
- dunkle Wirkung in der Aufsicht
- Originalschachtel von Lumière
Autochrom verkaufen: in allen 23 Bezirken
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