Künstler: Literatur & Wissenschaft (Autographen)
Carl Auer von Welsbach
Chemiker, Erfinder, Unternehmer, 1858–1929, Wien – Kärnten
Chemiker der Seltenen Erden; erfand den Gasglühstrumpf, die Osmium-Glühlampe und den Cer-Eisen-Zündstein.
Carl Auer, 1858 in Wien als Sohn von Alois Auer, dem Direktor der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, geboren, studierte Chemie in Wien und bei Robert Bunsen in Heidelberg. 1885 zerlegte er das vermeintliche Element Didym in Praseodym und Neodym, 1907 fand er unabhängig das Lutetium. 1901 wurde er als Freiherr Auer von Welsbach geadelt. Er starb 1929 auf Schloss Welsbach in Kärnten.
Sein Gasglühstrumpf, 1885 patentiert und 1891 mit Thorium- und Ceroxid verbessert, vervielfachte die Leuchtkraft der Gaslampe. 1898 folgte die Osmium-Glühlampe, aus der später die Marke Osram – aus Osmium und Wolfram – hervorging. 1903 erfand er das Cer-Eisen, das als Zündstein in Feuerzeugen bis heute verwendet wird; sein Werk in Treibach in Kärnten stellte es ab 1907 her.
Für Sammler interessant sind frühe Gasglühlicht-Brenner, Verpackungen und Werbeplakate der Auer-Gesellschaft, Osmium-Lampen und Feuerzeuge mit Cer-Eisen-Zündung aus der Frühzeit. Originalverpackungen tragen den Namen Auer und Patenthinweise. Glühstrümpfe enthalten radioaktives Thorium; alte Exemplare sollten nicht zerrieben oder eingeatmet werden. Das Auer-von-Welsbach-Museum in Althofen dokumentiert seine Erfindungen.
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