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Afghanistan, Pakistan & Indien, Uttar Pradesh und Rajasthan, Indien

Indo-Täbris und Indo-Nain

In Indien geknüpfte Teppiche nach persischen Vorbildern aus Täbris und Nain; in Aufbau und Material von den Originalen klar unterscheidbar.

Seit dem späten 19. Jahrhundert knüpfen indische Werkstätten Teppiche nach persischen Vorlagen. Nach 1950 wuchs die Exportproduktion stark, vor allem im Gebiet um Bhadohi und Mirzapur in Uttar Pradesh sowie in Jaipur. Indo-Täbris und Indo-Nain sind die verbreitetsten Typen; sie übernehmen Muster und Farbstellung der persischen Vorbilder, unterscheiden sich aber in Material, Knotenart und Feinheit.

Indo-Täbris haben eine Baumwollkette und einen mittelhohen Wollflor, häufig mit dem asymmetrischen Knoten, bei etwa 100.000 bis 300.000 Knoten/m²; Medaillon- und Rankenmuster in Rot, Blau und Beige folgen Täbriser Vorlagen. Indo-Nain zeigen Elfenbein, Beige und Blau, die Konturen oft aus Viskose oder mercerisierter Baumwolle statt Seide. Die Wolle stammt teils aus Neuseeland. Die Formate reichen bis zu großen Saalteppichen.

Indo-Täbris und Indo-Nain sind Gebrauchsteppiche der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Ihre Bewertung richtet sich nach Knotendichte, Wolle und Zustand und liegt deutlich unter der persischer Originale gleichen Musters. Viskosekonturen werden bei Nässe brüchig und verfärben sich. Typisch sind abgelaufene Laufbahnen und Fransenschäden. Auf der Rückseite wirken indische Stücke oft gleichmäßiger und härter im Griff als persische.

Woran man es erkennt

  • Persische Muster aus indischer Werkstatt
  • Baumwollkette
  • Indo-Nain mit Viskose- statt Seidenkonturen
  • Gleichmäßige Rückseite, harter Griff
  • Wolle teils aus Neuseeland

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.