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Mughal-Teppiche

Hofteppiche des indischen Mogulreichs aus dem 16. und 17. Jahrhundert, mit naturalistischen Blüten, Tieren und sehr feiner Pashmina-Wolle.

Unter Kaiser Akbar, der von 1556 bis 1605 regierte, richtete der Mogulhof Teppichwerkstätten in Lahore, Agra und Fatehpur Sikri ein und holte persische Knüpfer an den Hof. Unter Jahangir und Shah Jahan erreichte die Produktion im 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Mogulteppiche besitzen heute unter anderem das Metropolitan Museum of Art in New York und das Victoria and Albert Museum in London.

Mogulteppiche haben eine Kette aus Baumwolle oder Seide und einen Flor aus Wolle, bei den feinsten Stücken aus Pashmina, dem Unterhaar der Kaschmirziege; bei Hofstücken übersteigt die Knotendichte 1.000.000 Knoten/m². Kennzeichnend sind naturalistisch gezeichnete Blütenstauden, oft in Reihen, Tier- und Jagdszenen, Gitter mit Blüten und ein lackroter Grund. Daneben entstanden Gebetsteppiche mit einer einzelnen Blütenpflanze unter einer Nische.

Echte Mogulteppiche kommen praktisch nur in Museen und bei großen Auktionen vor. Im Handel begegnen häufiger Stücke im Mogulstil aus dem 19. und 20. Jahrhundert, aus Agra, Lahore oder Kaschmir, sowie Fragmente. Für die Zuordnung sind Material, Färbung und Struktur maßgeblich; eine Analyse der Farbstoffe kann ergänzen. Fragmente werden oft auf Stoff montiert, was die Rückseite verdeckt und die Prüfung erschwert.

Woran man es erkennt

  • Naturalistische Blütenstauden
  • Lackroter Grund
  • Pashmina-Wolle bei Feinstücken
  • Sehr hohe Knotendichte
  • Gebetsteppiche mit einzelner Blütenpflanze

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.