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Knotenarten
Symmetrischer, asymmetrischer, Jufti-, spanischer und tibetischer Knoten: die Grundtypen, an denen sich Herkunft und Bauweise eines Teppichs ablesen lassen.
Florteppiche entstehen, indem Wollfäden um Kettfäden geknüpft und abgeschnitten werden. Die Art, wie der Faden die Kette umschlingt, ist regional unterschiedlich und gehört zu den wichtigsten Bestimmungsmerkmalen. Die gebräuchlichen Namen sind Handelsbegriffe: Der symmetrische Knoten heißt auch türkischer oder Gördes-Knoten, der asymmetrische persischer oder Senneh-Knoten, obwohl in Senneh selbst überwiegend symmetrisch geknüpft wird.
Beim symmetrischen Knoten umschlingt der Faden zwei Kettfäden, und beide Enden treten zwischen ihnen nach oben. Beim asymmetrischen Knoten umschlingt er einen Kettfaden ganz und den anderen nur halb; er ist nach links oder nach rechts offen. Der Jufti-Knoten umfasst vier statt zwei Kettfäden und spart Material. Der spanische Knoten umschlingt nur einen Kettfaden, versetzt in jeder Reihe. Beim Tibetknoten wird der Faden in Schlingen über einen Stab geführt und danach aufgeschnitten.
Die Knotenart erkennt man am sichersten, wenn man den Flor an einer Stelle auseinanderbiegt und die Knotenbasis betrachtet; auf der Rückseite zeigt sich die Zahl der umschlungenen Kettfäden. Jufti-Knoten erscheinen dort doppelt breit. Für Reparaturen ist die Kenntnis entscheidend, weil Nachknüpfungen dieselbe Knotenart verwenden müssen. Ein Knotenwechsel innerhalb eines Teppichs deutet auf Restaurierung oder auf eingesetzte Fremdstücke.
Woran man es erkennt
- Symmetrisch: türkischer oder Gördes-Knoten
- Asymmetrisch: persischer oder Senneh-Knoten
- Jufti: über vier Kettfäden
- Spanischer Knoten über einen Kettfaden
- Tibetknoten über einen Stab
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