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Afghanistan, Pakistan & Indien, Afghanistan, Flüchtlingslager in Pakistan und Iran

Afghanische Kriegsteppiche

Seit 1979 in Afghanistan und in Flüchtlingslagern geknüpfte Teppiche mit Panzern, Hubschraubern, Gewehren und Landkarten.

Nach dem Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan im Dezember 1979 begannen Knüpferinnen, Kriegsgerät in ihre Teppiche aufzunehmen. Die Stücke entstanden in Afghanistan und in den Flüchtlingslagern in Pakistan und Iran, vor allem bei turkmenischen und belutschischen Gruppen. Nach 2001 kamen Motive wie die brennenden Türme des World Trade Center und Kartendarstellungen mit Flugzeugen hinzu. Sammler und Museen dokumentieren die Stücke als Zeitzeugnisse.

Kriegsteppiche haben meist Kette und Schuss aus Wolle oder Baumwolle und einen mittelhohen Flor mit dem asymmetrischen Knoten, bei etwa 50.000 bis 150.000 Knoten/m². Die Motive ersetzen traditionelle Ornamente: Gewehre statt Boteh, Panzer und Hubschrauber in Reihen, Granaten in Bordüren, Landkarten Afghanistans mit Inschriften. Die Farben folgen der Belutsch- und Turkmenentradition, häufig Rotbraun, Dunkelblau und Elfenbein. Die Formate sind klein, meist in Gebetsteppichgröße.

Kriegsteppiche sind überwiegend jüngeren Datums; Stücke aus den 1980er Jahren gelten als die frühen und dokumentarisch interessanteren. Viele spätere Arbeiten entstanden gezielt für den Verkauf an westliche Besucher. Für die Beurteilung zählen Alter, Motivvielfalt, Knüpfqualität und Zustand. Gebrauchsspuren sind meist gering, häufiger sind Verschmutzung und Mottenfraß. Inschriften in Dari oder Englisch helfen bei der Datierung.

Woran man es erkennt

  • Kriegsgerät statt traditioneller Ornamente
  • Panzer, Hubschrauber und Gewehre
  • Landkarten mit Inschriften
  • Belutsch- oder Turkmenen-Farbstellung
  • Kleine Formate

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