Material: Edelmetalle
Alpaka
Silberfarbene Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink ohne Silberanteil, verwendet für Besteck, Tafelgerät und als Kern versilberter Ware.
Alpaka, auch Neusilber oder Argentan genannt, ist eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink. Sie entstand in den 1820er-Jahren in Deutschland nach dem Vorbild des chinesischen Paktong und ersetzte Silber dort, wo ein silbriges, hartes und korrosionsbeständiges Metall gefragt war: bei Besteck, Tabletts, Kannen, Hotelgeschirr, Blasinstrumenten und Reißzeugen. Trotz des Namens enthält Alpaka kein Silber. Meist wurde es zusätzlich galvanisch versilbert.
Stempel lauten „Alpacca“, „Alpaka“, „Neusilber“, „Nickelsilber“ oder „Argentan“, bei versilberter Ware mit Auflagezahlen wie 90 oder 100. Staatliche Feingehaltspunzen fehlen. Die Grundfarbe ist leicht gelblich-grau und zeigt sich an abgegriffenen Stellen. Mit Silberprüflösung färbt sich Alpaka nicht rot, sondern bläulich bis grünlich. Ein Magnet haftet nicht, das Gewicht liegt etwas unter dem von Silber. Bei Besteck sitzt die Marke meist auf der Rückseite des Stiels.
Der Metallwert ist gering. Interesse besteht an vollständigen Besteckgarnituren, Hotelsilber mit Aufschriften und Entwürfen bekannter Gestalter. Verwechslung entsteht durch Bezeichnungen wie „Nickel Silver“ oder „German Silver“, die Laien als Silber lesen, obwohl kein Edelmetall enthalten ist. Unversilbertes Alpaka wurde auch für Reißzeuge und Musikinstrumente verwendet, die eigene Sammler haben.
So prüfen Sie es
- Stempel „Alpacca“, „Neusilber“ oder „Argentan“
- keine Feingehaltspunze
- gelblich-graues Grundmetall an abgegriffenen Stellen
- keine Rotfärbung mit Silberprüflösung
- „German Silver“ enthält kein Silber
Alpaka verkaufen: in allen 23 Bezirken
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