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Material: Edelmetalle

Platin

Schweres, weißes Edelmetall, ab etwa 1900 bevorzugt für Diamantschmuck der Belle Époque und des Art déco verwendet.

Platin ist mit einer Dichte von 21,45 Gramm je Kubikzentimeter deutlich schwerer als Gold und läuft nicht an. Ab etwa 1900 erlaubten Knallgasbrenner die Verarbeitung in größerem Umfang; Juweliere der Belle Époque und des Art déco wie Cartier fassten Diamanten in feinen Platingerüsten. Russland prägte zwischen 1828 und 1845 Münzen aus Platin. Schmuck ist meist in 950 oder 900 legiert, oft mit Iridium, Ruthenium oder Kobalt.

Stempel lauten „Pt950“, „950 Pt“, „Plat“ oder „Platinum“, ältere Stücke tragen teils gar keine Angabe. Die Farbe ist grauweiß, matter als rhodiniertes Weißgold. Das hohe Gewicht fällt schon in der Hand auf. Kobalthaltige Legierungen können schwach auf einen starken Magneten reagieren. Edwardianischer Schmuck verbindet oft eine Platinoberseite mit einer Goldrückseite, was zwei verschiedene Stempel ergibt. Die Strichprobe zeigt einen grauen Strich, den übliche Prüfsäuren nicht lösen.

Platin wird nach Gewicht und Legierung bewertet, gefasste Steine gesondert. Verwechslungen betreffen Weißgold, Palladium und Silber; ein Stempel allein genügt nicht. Platiniertes Metall ist nur oberflächlich beschichtet, trägt mitunter irreführende Aufschriften und hat keinen Platinwert. Gerüste aus Platin im Art déco sind oft leicht, weil das Metall in feinsten Stegen verarbeitet wurde.

So prüfen Sie es

  • Stempel „Pt950“, „Plat“ oder „Platinum“
  • auffallend hohes Gewicht
  • grauweiße Farbe ohne Anlaufen
  • schwache Magnetreaktion bei Kobaltlegierungen möglich
  • Platin-auf-Gold-Konstruktion bei frühem Schmuck

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.