Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Material: Edelmetalle

Lot-System

Historisches Feingehaltssystem, das Silber in Sechzehnteln der Gewichtsmark angab und in Österreich bis 1866 galt.

Das Lot-System beruhte auf der Gewichtsmark, die in 16 Lot geteilt wurde. Der Feingehalt gab an, wie viele Lot reines Silber in einer Mark Legierung steckten: 16 Lot entsprach Feinsilber, 15 Lot 937,5, 14 Lot 875, 13 Lot 812,5 und 12 Lot 750 Tausendteilen. Ein Lot ließ sich weiter in 18 Grän teilen. Im deutschen Sprachraum galt das System bis ins 19. Jahrhundert; Österreich wechselte 1866, das Deutsche Reich mit dem Gesetz von 1884 zum Tausendteilsystem.

Die Lötigkeit erscheint als Zahl im oder neben dem Beschauzeichen, in Wien meist „13“, in anderen Städten auch „12“ oder „14“. Bei Gold verwendete man analog das Karat, wobei 24 Karat die Mark bildeten. Abgenutzte Ziffern lassen sich mit Lupe und Streiflicht lesen. Eine Strichprobe bestätigt die Angabe, denn zwischen Stempel und tatsächlichem Gehalt konnten schon damals kleine Abweichungen liegen.

Die Lötigkeit hilft bei der Datierung: Stücke mit Lotangabe sind in Österreich älter als 1866. Für die Bewertung zählt der Feinsilberanteil weniger als Alter, Meister und Form. Verwechslungen entstehen, wenn eine Lotzahl als Bruchstück einer Jahreszahl oder als Teil einer Meistermarke gelesen wird.

So prüfen Sie es

  • Zahl 12, 13 oder 14 im Beschauzeichen
  • in Wien meist „13“
  • keine Tausendteilangabe
  • Kombination mit Jahreszahl und Meistermarke
  • Strichprobe zur Bestätigung

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.