Gold 375 besteht zu 375 Tausendteilen aus Feingold und entspricht 9 Karat. Großbritannien ließ diesen Feingehalt 1854 gemeinsam mit 12 und 15 Karat gesetzlich zu, um preiswerteren Goldschmuck zu ermöglichen. Seither ist 9 Karat dort der häufigste Feingehalt für Siegelringe, Medaillons, Uhrketten, Broschen und Uhrgehäuse. Auf dem Kontinent tritt 375 seltener auf, in Österreich vor allem bei englischer und irischer Ware, die über Erbschaften oder Reisen ins Land kam.
Britische Stücke tragen Hallmarks: ab 1854 die Zahl „9“ mit „.375“, dazu das Zeichen des Prüfamts, einen Jahresbuchstaben und das Herstellerzeichen. Kontinentale Stücke zeigen „375“ oder „9K“. Je nach Legierung schimmert das Metall blassgelb, grünlich oder rötlich. Die Strichprobe ordnet den Feingehalt ein, ein Magnet bleibt ohne Wirkung. Aufschriften wie „9ct Back & Front“ verraten eine Konstruktion aus zwei dünnen Goldblechen über einem unedlen Kern.
Massives 375er Gold wird nach Feingoldgewicht bewertet. Gedrehte Uhrketten, viktorianische Medaillons und Siegelringe mit Wappengravur finden zusätzlich Sammler. Ware mit „Back & Front“ oder „Rolled Gold“ enthält dagegen nur eine dünne Auflage, deren Goldanteil kaum ins Gewicht fällt. Fehlt bei angeblich britischer Ware das Prüfamtszeichen, klärt die Strichprobe den tatsächlichen Gehalt.
So prüfen Sie es
- Stempel „375“, „9ct“ oder „9K“
- britische Hallmarks mit „9“ und „.375“
- blassgelber, grünlicher oder rötlicher Ton
- „Back & Front“ als Hinweis auf Goldblech über Kern
- keine Magnetreaktion
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