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Material: Keramik & Porzellan

Lithophanie

Porzellanplatte mit unterschiedlich dickem Relief, deren Bild erst im Durchlicht sichtbar wird, ab 1827 in Europa gefertigt.

Eine Lithophanie ist eine dünne, unglasierte Porzellanplatte mit einem Relief unterschiedlicher Stärke. Dicke Stellen erscheinen im Gegenlicht dunkel, dünne hell, sodass ein fein abgestuftes Bild entsteht. Das Verfahren wurde 1827 in Frankreich patentiert und von KPM Berlin, Meissen und der Porzellanfabrik Plaue in großer Zahl gefertigt. Lithophanien dienten als Fensterbilder, Lampenschirme, Nachtlichter und als Bildeinsätze in den Böden von Tassen und Krügen.

Im Auflicht zeigt eine Lithophanie nur ein weißes, unruhiges Relief; erst vor einer Lichtquelle erscheint das Motiv. Die Rückseite ist glatt. Marken sind meist eingeprägt, bei Berliner Platten mit „KPM“ und Zepter, oft mit Modellnummer. Kunststoffnachahmungen sind leichter und zeigen ein gleichmäßigeres Relief ohne die feinen Abstufungen des Porzellans. Risse sind im Durchlicht deutlich sichtbar. Gerahmte Fensterbilder tragen oft noch originale Metallrahmen mit Ösen zum Aufhängen.

Lithophanien von KPM und Plaue mit seltenen Motiven sind gesucht, besonders in originalen Fensterrahmen oder Lampen. Risse und Brüche mindern den Wert stark, weil sie im Durchlicht auffallen. Japanische Tassen mit Lithophanie im Boden aus dem 20. Jahrhundert sind häufig und wenig gefragt.

So prüfen Sie es

  • Bild erst im Durchlicht sichtbar
  • unglasierte Reliefplatte
  • glatte Rückseite
  • eingeprägte Marke
  • feine Hell-Dunkel-Abstufungen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.