Material: Stein & Bildhauerei
Marmor
Kristalliner Kalkstein für Skulpturen, Büsten, Tischplatten, Kaminuhren und Sockel; vom Statuenmarmor aus Carrara bis zum Untersberger Stein Wiener Bauten.
Marmor ist ein durch Druck und Hitze umgewandelter Kalkstein aus Calcitkristallen. Weißer Statuenmarmor stammt vor allem aus Carrara in den Apuanischen Alpen; farbige Sorten verdanken Adern und Flecken ihren Beimengungen. Im Handwerk heißen auch polierfähige dichte Kalksteine wie der Untersberger Marmor aus Salzburg Marmor, obwohl sie geologisch keiner sind.
Antonio Canova schuf 1798–1805 das Grabmal der Erzherzogin Marie Christine in der Augustinerkirche aus Carrara-Marmor. Im 19. Jahrhundert fertigten italienische Werkstätten zahlreiche Kopien antiker Statuen und Büsten für Reisende, dazu Porträtbüsten, Genrefiguren und Reliefs. Marmorplatten deckten Kommoden, Konsoltische und Waschtische; Kaminuhren und Sockel des Empire und Historismus bestehen oft aus Marmor mit Bronzebeschlägen.
Marmor fühlt sich kühl an und zeigt an Bruchstellen glitzernde Kristalle; Stahl ritzt ihn, der Fingernagel nicht. Alabaster ist weicher, Kunststein und Gussmarmor wirken gleichmäßig und enthalten Luftbläschen, Biskuitporzellan ist leichter und an Bruchstellen feinkörnig. Säuren aus Wein oder Zitrusfrüchten ätzen die Oberfläche, Eisenteile hinterlassen Rostflecken. Im Freien zuckert Marmor ab, die Oberfläche wird sandig.
So prüfen Sie es
- kühle Oberfläche
- glitzernde Kristalle an Bruchstellen
- mit Stahl ritzbar, nicht mit dem Fingernagel
- natürliche Adern
- Ätzflecken durch Säuren
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Ebenfalls: Stein & Bildhauerei
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