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Künstler: Internationale Moderne

Marie Laurencin

Malerin, Grafikerin, 1883–1956, Paris

Malerin des Bateau-Lavoir-Kreises und Gefährtin Apollinaires; Mädchenbildnisse in Rosa, Grau und Blau, Lithografien und Bühnenbilder.

Marie Laurencin studierte Porzellanmalerei in Sèvres und an der Académie Humbert, wo sie Georges Braque kennenlernte. Im Kreis des Bateau-Lavoir verkehrte sie mit Picasso und war 1907–1912 die Gefährtin Guillaume Apollinaires. Durch die Heirat mit einem deutschen Baron verbrachte sie den Ersten Weltkrieg im spanischen Exil. 1924 entwarf sie Bühnenbild und Kostüme für das Ballett „Les Biches“ der Ballets Russes. Sie starb 1956 in Paris.

Laurencins Bilder zeigen Mädchen und junge Frauen mit großen dunklen Augen, Tieren und Blumen in gedämpften Pastelltönen, vor allem Rosa, Grau, Hellblau und Grün; die anfängliche Nähe zum Kubismus wich einem eigenen, dekorativen Stil. In den 1920er Jahren wurde sie eine gefragte Porträtistin. Sie schuf Lithografien und Radierungen und illustrierte Bücher, darunter Werke von Lewis Carroll und André Gide. Sie schrieb auch Gedichte.

Die Gemälde und die Druckgrafik verzeichnete Daniel Marchesseau. Laurencins zarte Malweise wird häufig nachgeahmt; bei Aquarellen und kleinen Ölbildern ist Vorsicht geboten. Lithografien sind meist mit Bleistift signiert und nummeriert, Buchtafeln unsigniert. Das Musée Marie Laurencin in Japan besitzt einen großen Bestand, der als Vergleich dient. Plakate und Kunstdrucke sind verbreitet.

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